Cima di Castello 3379m HüHö (H/B/WS+) Sebastian Steiner

Tourengruppe/-TypHochtour, Sektion
Startdatum25.6.21
Enddatum26.6.21
Anmeldeschluss4.6.21
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/5f5f9a89-b638-427a-992d-04f2ac120017
Beschreibung

25.6.2021-26.6.2021 [Fr-Sa] Hochtour von der Capanna da l’Albigna über die Bocchetta dal Castel (Normalroute) auf den Cima di Castello.

Lange (4-5h Aufstieg), aber wenig schwierige Tour auf den höchsten Gipfel des Gebietes. Diese Hochtour ist Teil vom Hütten Höck.
Unbedingt auch für den Hütten Höck anmelden (Achtung separate Anmeldung nötig)

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Sarah Wirth, Hansruedi Bachmann, Gaby Bachmann, Massimo Stefania, Annette Frommherz, Alex Brans, Lea Bachmann
Verhältnisse
Sonnig

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Samstagmorgen, 04:00 Uhr Morgenessen. 04:45 Uhr gehts in den milden frühen Morgenstunden erstmals 200hm bergab in südlicher Richtung zum Lägh da l’Albigna 2162m. (Angereist wurde am Vortag individuell). Den Fluss überquert, gehts anschliessend auf einer Geröllhalde wieder bergaufwärts. Nach etwas mehr wie 2h, vorbei an der Punta da l’Albigna, erreichen wir den Gletscher Vadrec dal Castel Nord auf 2700m wo wir uns anseilen. Sebi führt an mit Lea und Alex, Sarah hat Annette „an der Leine“ und Hansruedi folgt mit Gaby und Massimo.

Der Schnee ist noch hart, einsinken ist noch kein Thema. Hoch geht es den Gletscher in einem gemütlichen Tempo. Nach gut 2h erreichen wir den Sattel (Bocchetta dal Castel, 3100m) wo es eine weitere Pause gibt, bevor wir am kurzen Seil im Schnee den letzten Hang hinauf stampfen. Als wäre dieser Teil nicht schon streng genug, bricht der Organisator der Tour Sebi Steiner immer wieder ein. Üble Sache. Der Schnee hier auf der Westflanke ist nicht besonders hart. Durch abwechselndes Spuren der Seilführer erreichen wir dann um 10 Uhr den „fast“ Gipfel des Cima di Castello 3379m. Um auf den höchsten Punkt zu gelangen, ist jedoch noch eine 1-2 minütige Kraxelei nötig. Nach kurzem Gipfelfoto mit dem Gipfelkreuz (eine Madonna), wird zurück gekraxelt. Da aber genau jetzt eine Wolke unseren Gipfel eindeckt, fällt die Gipfelpause etwas kurz aus und wir machen uns wieder auf der Aufstiegsroute auf den Rückweg. Bis an den Fuss der Westflanke ist alles grau rundherum, aber wir orientieren uns an den Spuren des Aufstieges, welche sehr gut ersichtlich sind. Auf der Bocchetta legen wir um 11:30 Uhr eine Mittagspause ein und essen einen Happen. Einige im kalten, eisigen Wind, andere etwas gemütlicher im Windschatten.

Den Rest des Rückweges über den Gletscher, einige Schneefelder und den Schutthang legen wir grösstenteils unter dem Wolkendeckel zurück. Für den letzten Aufstieg kurz vor der Hütte, brennt uns dann aber doch noch die Sonne auf die Mütze. Gegen 14:30 Uhr treffen wir gemeinsam und erschöpft in der Capanna da l’Albigna ein und tun das, was wir in solchen Situationen immer tun: Schuhe ausziehen und Füsse hoch lagern.

Vielen Dank an den Organisator der Tour Sebi, die beiden andern Seilführer/Tourenleiter Sarah und Hansruedi und die tolle Truppe.

BerichterstatterIn
Massimo Stefania