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Clubgeschichte

Die Geschichte der Sektion Hoher Rohn

Die Gründungsjahre

Es waren Leute aus der oberen Gesellschaftsschicht aus Wädenswil und Richterswil, Fabrikanten, Prokuristen, Ärzte, etc. , welche 1891 die Nase voll hatten, zweiwöchentlich mit der Eisenbahn zu den Sektionsversammlungen der SAC Sektion Uto nach Zürich zu fahren.

An einer Zusammenkunft im Januar beschlossen die 10 Eingeladenen, mit der Sektion Uto Verhandlungen aufzunehmen bezüglich der Gründung einer Subsektion am oberen linken Zürichseeufer. Gnädigst wurde dem Gesuch seitens Sektion Uto entsprochen und am 7. Juni 1891 versammelten sich die meisten Mitglieder der neuen Subsektion zusammen mit 7 Teilnehmern der Muttersektion Uto auf dem Hohen Rohn zwecks Taufe und Initialisierung dieser neuen Institution. Als Name wurde mangels höherer Berge nach endlosen Diskussionen „Hoher Rohn“ gewählt.

Taufakt der Subsektion Hoher Rohn am Weg Gottschalkenberg-Mangeli, 7.6.1891

Bildlegende: Stehend v. links: Unbekannt; Corrodi, Zürich; Fritz Burghard; Jakob Zinggeler; Fritz Steinfels; Diggelmann, Wald; Heinrich Blattmann; Jacob Hess; E. Gessner; Arnold Hauser; Sekundarlehrer Egg, Thalwil Kniend v. links: Sekundarlehrer Bräm Thalwil; Adolf Zinggeler; Prof. Dr. Walder, Zürich, Präsident Sektion Uto; Walter Treichler, Gründer und 1. Präsident der Sektion von 1891-1894; Dr. Florian Felix; Jacob Treichler Sitzend v.links: Prof. Dr. Hermann Müller-Thurgau, 2. Präsident der Sektion von 1895-1899; Wilhelm Pfenninger; Louis Diezinger; Sensal Schneeli, Zürich; Köbi Siegrist, Zürich (Uto Köbi): Gemeindeschreiber Höhn

So entstand unsere Sektion, welche anfänglich an Mitgliedermangel litt und am Ende des ersten Jahres ein Vermögen von nur gerade Fr. 7.70 aufwies. 1903 zählte man erst 35 Mitglieder (selbstverständlich alle männlichen Geschlechts und alle aus elitären Kreisen).
Trotzdem beschloss man im Dezember 1903 fortan als eigenständige Sektion zu amten. Ab dem 1. Januar 1904 wurde dieser Schritt Tatsache und als Zeichen des guten Willens lud man am 4. Dezember 1904 die Nachbarsektionen Bachtel und Einsiedeln auf den Etzel ein. Diese Tradition wird seither ununterbrochen fortgesetzt. Immer am ersten Sonntag im Dezember sind alle umliegenden SAC Sektionen zu einer Zusammenkunft auf den Etzel eingeladen!

Warum liegen die beiden sektionseigenen Hütten im Bergell?

Der Sommer 1907 brachte der Sektion den ersten Kontakt mit dem Bergell. Der damalige Präsident machte mit dem berühmten Bergführer Christian Klucker einige Touren in diesen wildromantischen Granitbergen und war fortan ein regelmässiger Besucher dort. Als 1909 bekannt wurde, dass im oberen Albignatal der Bau einer Hütte geplant sei, die Sektion Bregaglia aber aus finanziellen Gründen dies nicht realisieren könne, sprang man rasch entschlossen in die Bresche und liess im Sommer 1910 die 16-plätzige Hütte erstellen. Die Gesamtkosten von Fr. 11’037.50 wurden weitgehend durch Spenden gedeckt.

1920 wurde die Sektion erneut vor eine Hüttenfrage gestellt. Die Sektion Bregaglia wollte auch die Sciorahütte verkaufen und es gelang den Hohröhnlern, dem Akademischen Alpenclub Zürich zuvorzukommen und auch diese Hütte zu übernehmen. Der Kaufpreis von Fr. 2’200.- wurde von Heinrich Blattmann geschenkt ! Am 17./18. Juni 1921 war im Beisein von allerlei Prominenz die feierliche Übernahme.

Bergsteigerische Höhepunkte

Die Sektion wuchs nun kontinuierlich und es wurden regelmässig Touren, auch schwere Hochtouren, gemacht. Natürlich gab es auch durch den zweiten Weltkrieg einen Dämpfer, dafür waren aber die Jahre nach dem Krieg äusserst erfolgreich mit vielen Tourenwochen im Gebiet der ganzen Alpen.

Als bergsteigerisch absoluten Höhepunkt für unsere Sektion ist wohl die Teilnahme von Dr. Hans Grimm an der erfolgreichen Everestexpedi- tion 1956 zu sehen. (Zweitbesteigung des höchsten Berges der Welt!)
Der Alpinismus hatte sich natürlich seit Anfangs 20. Jahrhundert stark verändert.

Die Mobilität ist stark verbessert, das Bergsteigermaterial komplett revolutioniert, die Kletter- und Eistechniken verfeinert und die Literatur über das Bergsteigen stark erweitert. Dieser Wandel hält bis heute an und Mitglieder unserer Sektion haben zu allen Zeiten an vorderster Front mitgemacht. Immer gab es Junge, welche mutig Neues anpackten und immer gab es ältere Hohröhnler, welche vielleicht ab den neuen Entwicklungen den Kopf schüttelten, dann aber mit einem Schmunzeln eingestehen mussten, dass sie selbst als Junge auch mit viel Tatendrang nach neuen Ufern unterwegs waren!

Die Stärken unserer Sektion

Ein Charakterzug begleitet sämtliche Aktivitäten unserer Sektion seit Anbeginn: Die Kameradschaft und die Bereitschaft Frondienst zu machen, Hilfe anzubieten, mitzuhelfen! Dies betrifft vor allem das Tourenwesen, wo seit Anbeginn immer genügend ausgebildete Kameraden zur Verfügung standen. Es betrifft aber auch all die Tätigkeiten, welche in einem unterdessen über 500 Personen umfassenden Club in administrativer Hinsicht verlangt werden und es betrifft die Arbeiten, welche in und um unsere beiden Hütten immer wieder verrichtet werden müssen. Die Fronarbeit, welche bei Um- und Neubauten in unseren Hütten gemacht wurden, stehen gesamtschweizerisch an vorderster Stelle! Da wurden Tausende von Frondiensttagen geleistet und dank diesem Effort gehören unsere beiden Hütten heute zu den bestausgebauten und komfortabelsten Hütten in der ganzen Schweiz!

Dass ein gesunder Geist in dieser Sektion herrscht, zeigte sich unter anderem auch an den Anlässen rund um die 100-Jahrfeier 1991. 83 Kameraden/innen nahmen an einem Sternmarsch zur Albignahütte teil, das Jahrbuch ist ein Juwel geworden, die Elbrusexpedition ein Erfolg und die Feierlichkeiten auf dem Etzel bleiben unvergessen.

Mit diesem Geist, von Mut und Kameradschaft geprägt, wird es dieser – in der Gegend stark verwurzelten – Sektion auch in Zukunft gelingen, bergbegeisterte Männer und Frauen zu vereinen, welche die unvergleichlichen Erlebnisse in unseren schönen Bergen suchen und finden, und geniessen dürfen.

Autor: Walter Keller, Ehrenmitglied
Oktober 2006

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