Bike-Weekend (BI/B/S1 – S2) Michael Kirsch

TourengruppeBiketour, JO (14-22J), Sektion
Startdatum15.8.20
Enddatum16.8.20
Anmeldeschluss17.7.20
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/5d828424-5c84-42b4-bc60-01caac120018
Beschreibung

15.8.2020-16.8.2020 [Sa-So] Zwei Biketouren auf Trails in der Schweiz oder dem nahen angrenzenden Ausland.

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Christina Kirsch, Sebastian Steiner, Carla Vanoli, Sarah Wirth
Verhältnisse
Alles perfekt, etwas Nebel am Samstag, sonst sonnig und warm, Terrain mehrheitlich trocken

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Samstag: Wir fahren um kurz nach 7 Uhr in Wädenswil ab, alle haben im VW-Bus Platz. In Sarnen satteln wir unsere Carbon-Rösser und starten mit dem langen Aufstieg Richtung Flüeli Ranft zur Melchsee Frutt. An der Talstation gibt es eine kurze Diskussion, letzen Endes nehmen alle die 850 Höhenmeter zur Melchsee Frutt mit dem Bike in Angriff. Christina bleibt noch etwas zurück und lädt den Akku des E-Bikes etwas mehr auf. Sie holt uns rund eine viertel Stunde vor der Frutt ein. Leider müssen wir das Zeitfenster für die bergwärts fahrende Autokollonne über uns ergehen lassen. Oben angekommen gönnen wir uns ein kleines Mittagessen, bevor wir den interessanten Teil der Tour in Angriff nehmen. Rund 15 km ist der Trail über das Balmeregghorn lang. Wir treffen viele Wanderer an, alles läuft freundlich und rücksichtsvoll ab. Leider haben wir etwas Nebel, der nimmt uns zwar den Tiefblick in der steilen Bergflanke, verhindert aber auch den wahrscheinlich sensationellen Ausblick auf die Berner Alpen. Wir müssen wegen technischer Schwierigkeiten einiges schieben. Von den Planplatten geht es dann mehrheitlich abwärts nach Hasliberg Reuti, wo wir im Hotel Panorama übernachten. 42 km und 2’000 Höhenmeter Aufstieg.

Sonntag: Nach dem ‘servierten Frühstücksbuffet’ setzen wir uns mit etwas müden Beinen wieder auf’s Bike und fahren via Winterlicken – Schwarzental – zur Engstlenalp. Es hat wiederum Autoverkehr, jedoch wesentlich weniger als am Vortag. Nach einem Kaffe machen wir uns auf den Weg zum Jochpass und verpassen offensichtlich eine Tafel, auf der die neue Situation der Wanderwege dargestellt ist. So müssen wir mit dem neu erstellten Sessellift zum Jochpass hoch fahren, da der Wanderweg hier zu einem Downhilltrail umfunktioniert wurde. Wir hätten früher auf den anderen Weg abzweigen müssen, um unser Bike zum Jochpass zu schieben. Carla und Sebi nutzen die gewonnene Zeit um den Downhilltrail gleich mal auszutesten und kommen begeistert wieder mit der Sesselbahn zum Jochpass zurück. Wir entscheiden uns für die Abfahrt zum Trübsee verschiedene, gebaute Trails zu nutzen: Carla, Sebi und der Tourenleiter testen den Trudi-Trail. Dieser entpuppt sich für normales Bikematerial als grenzwärtig, viele hohe Absätze erfordern eigentlich deutlich mehr Federweg als vorhanden. So sind wir froh, dass der zweite Teil auf dem durch Sarah und Christina genutzten Flowtrail verläuft. Sturzfrei erreichen alle den Trübsee, wo wir uns im Restaurant für den Nachmittag stärken. Auf sehr steilen Kiesstrassen geht es nach Engelberg und auf einem sehr schön angelegten Veloweg in Richtung Stans bis nach Fallenbach. Von hier bringt uns eine Seilbahn in zwei Sektionen zum Oberalp-Hof hinauf. Die Kabinen haben Platz für maximal vier Personen und zwei Bikes können aussen aufgehängt werden. Leider fehlt bei der ersten Sektion der Haken und wir müssen die Bikes mit ausgebauten Vorderrädern in die Kabine quetschen. Die zweite Sektion der Bahn ist Trickreich in Bezug auf die Fahrt-Freigabe. So bleibt Carla als letze fast eine halbe Stunde in der Mittelstation hängen, bis uns endlich mit telefonischer Hilfe die Freigabe der Fahrt gelingt. Nach weitern rund 300 Höhenmeter Aufstieg können wir endlich die letzte Abfahrt Richtung Kerns – Sarnen in Angriff nehmen. In der Pilatus-Region ist ein Gewitter aktiv, wir können es umfahren und bleiben trocken. Die Abfahrt fordert nochmals alles, die Trails sind teilweise etwas ausgewaschen und in müdem Zustand nicht ungefährlich zu befahren. Kurz nach 17 Uhr sind wir zurück beim Auto und nach einem halbstündigen Stau vor Luzern um 18.30 Uhr in Wädenswil. 60 km, 1’450 Höhenmeter Aufsteig, 3’100 Höhenmeter Abfahrt. Keine Stürze und keine Defekte, Kompliment an die Teilnehmenden, mir hat es Spass gemacht.

BerichterstatterIn
Michael Kirsch