Wanderwoche Oberengadin TW (W/BC/T1 – T2) Agnes Isenschmid

Tourengruppe/-TypSenioren, Wandern (T1-T3)
Startdatum4.7.21
Enddatum10.7.21
Anmeldeschluss17.6.21
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/5f513a61-6054-4d88-a916-043aac120017
Beschreibung

4.7.2021-10.7.2021 [So-Sa] Die SAC Senioren fahren im Juli 2021 ins Oberengadin. Atemberaubende Aussichten auf dem Corvatsch oder Muottas Muragl und traumhafte Wanderwege in der Seenlandschaft warten auf uns in Silvaplana. Zu den Highlights zählen die Wanderung vom Muottas Muragl zur Segantinihütte, vom Fuorcla Surlej über die SAC Hütte Coaz nach Roseg oder von Murtèl auf dem Panoramaweg nach Sils Maria. Die Wanderungen werden dem Wetter, der Kondition und den Wünschen der Teilnehmer angepasst.
Eine Gruppe «Gmüetli» hat wiederum Platz!

Die Teilnehmerzahl wird auf ca. 20 Personen beschränkt.
Unterkunft: Hotel Albana, 7513 Silvaplana, www.hotelalbana.ch,
081 838 78 78

Kosten: Uebernachtung mit Halbpension, exklusive Taxen

Doppelzimmer: Fr. 125.–
Einzelzimmer: Fr. 145.–

Bergbahnen all inklusive

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Christine Wyssling, Marianne Frei, Liselotte Pouly, Elfie und Max Brunschweiler, Doris von Rickenbach, Elisabeth Kühne, Verena Graf, Ruth Kostezer, Ellen Maiwald, José Schildknecht, Hamy Isenschmid, Peter Hausmann, Elsbeth Reinhard, Marianne Engeli, Trudi Gasser, Elisabeth und Hans Gonzenbach, Katja Tresselt, Werner Honegger, Marlies Dorfschmid, Clara Geel, Anita Christiansen, Kurt Bücher. Silvia Keller
Verhältnisse
ideales Wanderwetter, bewölkt, Sonne, wenig Regen, angenehme Temperaturen

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Tourenbericht: Sonntag, 4. Juli 2021 / Elisabeth Kühne
Sonntag, 4. Juli 2021 starten wir die diesjährige SAC Senioren Wanderwoche, die bestimmt eine Perle an die andere reihen wird.
Die erste Perle ist die Fahrt mit der Rhätischen Bahn auf der Albula Strecke, Weltkulturerbe, immer wieder ein grandioses Erlebnis. Die 2. Perle ist das von Agnes ausgewählte Hotel Albana in Silvaplana.
Nach einem feinen Lunch geht’s auf die erste Wanderung. Die zackigen Wanderer machen sich gleich auf zum Hahnensee. Wir langsam Starter geniessen die 3 Seen: Ley Nair, Ley Marsch und Ley da Champfèr. Zwei verschiedene attraktive Touren und somit gleich 2 weitere Perlen in der Kette.
Vor dem Nachtessen ein spezieller Aperitif, Holundersirup mit Möhlmostchampagner vom Thurgau. Den Tagesabschluss bildet das ‘Tschaina Menü’. Der Wanderwochenstart ist perfekt geglückt.

Tourenbericht: Montag, 5. Juli 2021, Muottas Muragl, Chamanna Segantini, Alp Languard / Max Brunschweiler
Mit Bus und Standseilbahn (gut besetzt) fahren wir von Silvaplana nach Muottas Muragl. Nach kurzen Genussminuten machen wir uns auf den Weg zur Segantini Hütte. Wir geniessen die wunderbare Alpenflora. Woher nimmt die Natur die Kraft für so kraftvolle Farben? Auf dem Weg zur und später nach der Seganinihütte hat man den Eindruck, die rotweissen Pinselstriche seien kunstvoller als sonst. (spürt man hier des Künstlers Einfluss?) Mit unwahrscheinlicher Leichtigkeit und Eleganz fliegt und schwebt unsere Truppen über den Steinbockweg. Selbst die 30 anwesenden Steinböcke halten sich hier Felsbrocken versteckt und beobachten uns neidisch. Nach kurzer Stärkung auf der Alp Languard schweben wir mit der Sesselbahn wieder ins Tal. Besonders spürbar ist der gute Geist, die Kameradschaft und die solidarische Hilfsbereitschaft in der Truppe. P.S: Ich verzichte bewusst auf Angaben von Höhenmetern, Schrittzahlen, Distanzangaben, da jedermann-grau seine eigenen Messinstrumente konsultiert und in seine Statstiken einträgt. Es war ein gelungener Start in die bevorstehende Wanderwoche.

Tourenbericht: Dienstag, 6. Juli 2021: Corvatsch – Murtèl – Sils / Hans Gonzenbach
Bei herrlichen Wetter starten beide Gruppen den Tag mit einer aussichtsreichen Fahrt auf den Corvatsch. Oben haben wir eine herrliche Rundsicht auf den Alpenkranz und ins Engadin. Die Fotoapparate und Handys klicken und halten das tolle Erlebnis für später fest.
Die Gruppe „sportlich“ startet den Wandertag in der Mittelstation Murtèl. Es geht erst mal steil bergab, dann wird der Weg etwas flacher. Auf der abwechslungsreichen Wanderung nach Sils begeistert uns die unendliche und immer wieder wechselnde Blumenpracht. Auch der angenehme Bergweg bietet uns immer wieder Überraschungen: unerwartete Ausblicke, zu überquerende Bergbäche, ein Wächter-Mungg in Warnbereitschaft oder ein Blick auf die Kitesurfer auf dem Silvaplanasee. Bei der Alp Prasüra schwärmen alle schon vom baldigen Kaffee und Kuchen, doch Hamy führt uns nochmals bergauf Richtung Fextal (es hat sich gelohnt) und schliesst die Wanderung mit dem Schluchtweg nach Sils ab. Nun ist aber definitiv Kaffeezeit.
Die Gruppe „gmüetli“ wandert von Silvaplana auf der Via Engadina nach Sils. Der Weg ist angenehm hat aber auch eine respektable Steigung zu bewältigen. Die Flora ist grossartig. Elisabeth ist vom Geschmack der Männertreu begeistert. José ist schon seit vielen Jahren in Sils in den Ferien und weiss viel über die Gegend zu berichten.
Im Kaffee Grant treffen sich die Gruppen. Ein paar Unermüdliche wandern noch auf den Seeweg nach Silvaplana zurück.
Herzlichen Dank an Agnes und Hamy für die gute Wahl der Routen und Führung.

Tourenbericht: Mittwoch 07. Juli 2021 / Marianne Frei
Route sportlich: Silvaplana – auf der via Engiadina nach Alp Suvretta – Corviglia – Fahrt Piz Nair – Marguns
Länge: 11.02 km, Auf-/Abstiege 869m/408m, 3h 58min

Route gemütlich: Silvaplana – auf dem Segantiniweg nach St.Moritz – Bahnfahrt Piz Nair
Länge: 6.70 km, Auf-/Abstiege 204 m/ 195 m, 1h 47min

Wetter: bewölkt, leichte Schauer am Ende der Tour

Frisch gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet startet die Gruppe sportlich, Punkt 9:00 Uhr, gut gelaunt und verabschiedet von Agnes auf die heutige Tour. Auf einem direkten, steilen, schönen Waldweg marschieren wir in einem angenehmen Tempo ca. 320 Höhenmeter bis wir auf der via Engiadina ankommen. Nun wandern wir gemütlich auf dem Höhenweg zur Alp Suvretta, staunend über die herrliche Bergwelt, die Blumenvielfalt und die verschiedenen Vogelstimmen. Immer wieder wird ausgetauscht und gefragt wie die Blumen heissen. Christine hilft uns da mit ihrem grossen Blumenwissen weiter.
Längere Zeit sind wir alleine auf dem Höhenweg bis uns andere Wanderer und auch die ersten Biker begegnen. Die Kühe auf der Alp Suvretta liegen friedlich und wiederkäuend auf der Wiese. Der Weg steigt nun wieder an. Unser Etappenziel Corviglia kommt näher. Doch unser Mittagessen müssen wir uns mit einem letzten ca. 25 minütigen steilen Aufstieg noch verdienen. Nach einer kurzen Verpflegungspause fahren wir warm gekleidet mit der Bergbahn auf den Piz Nair. Aus der Luftseilbahn bestaunen wir den spektakulären Start der Skirennpiste und auf dem Gipfel 3057 m ü. M. die Rundsicht. Ziemlich durchfroren fahren wir wieder herunter. Nun führt uns die letzte Etappe am Naturspeichersee Lej Alv vorbei. Nach ca. 200 Hm Abstieg erreichen wir Marguns, gönnen uns im Restaurant noch ein Getränk und fahren anschliessend mit der Gondelbahn nach Celerina.
Beim Apéro stossen wir auf den heutigen, besonderen Jubiläumstag 130 Jahre SAC Hoher Rohn an. Zu diesem speziellen Anlass liest Peter uns vor dem Dessert noch aus der Jubiläumsschrift, die zum 75. Jubiläum des SAC Hoher Rohn geschrieben wurde, einige Anekdoten vor.
Einmal mehr in dieser Woche ein gelungener Tag!
Wanderwoche Silvaplana 04.07.21 – 10.07.21

Tourenbericht: Donnerstag, 8 Juli 2021 / Kurt Bucher und Werner Honegger
Am Vorabend hat unsere Leiterin Agnes die Hoffnung, dass am Donnerstag beide Programme bei noch trockenem Wetter durchgeführt werden können. Aber die sehr düstere Wetterprognose am Donnerstagmorgen lässt Agnes die Kulturwanderung im Bergell absagen. Es fällt das Stichwort Segantini Museum. Hamy dagegen entscheidet er gehe normal auf die Tour. Die acht Wanderer der sportlichen Gruppe starten um neun Uhr in Silvaplana auf den aussichtsreichen Wanderweg via Engiadina mit Ziel Maloja. Es ist ein wunderbarer, klarer Morgen und durch den nächtlichen Regen schwebt ein noch feuchter, erfrischender Duft in der Luft. Wir wandern etwas erhöht entlang dem Silsersee durch den stillen Lärchen-Arvenwald, der immer wieder mit kleinen Lichtungen durchsetzt ist. Der Wald ist locker mit Wiesenvegetation, sodass wir etlichen Bergblumen und Schmetterlingen begegnen. Von Maloja her türmen sich gewaltige Gewitterwolken auf, sodass wir bei Sils Baselgia über die Weiterführung der Wanderung beraten. Die eine Hälfte der Gruppe nimmt den weiteren Weg nach Maloja in Angriff, bricht die Wanderung aber dann bei Grevasalvas infolge Regen ab. Den andern ist schon jetzt mehr der Sinn nach der feinen Cafeteria in Sils Maria im Kopf. Alle treffen sich dann wieder im Segantini Museums in St. Moritz.
Was machen die „Gemütlichen“? Es bilden sich verschiedene Grüppchen. Die einen fahren zuerst nach Maloja und besichtigen dort auf einem Rundweg Gletschermühlen in schöner Natur bevor sie nach St. Moritz fahren und das Segantini-Museum besuchen. Eine andere Gruppe wandert vor dem Besuch des Segantini-Museums zuerst um den St. Moritzersee. Eine dritte Gruppe fährt über den Berninapass nach Cavaglia (unterhalb der Alp Grüm) und besichtigt dort die überaus grossen und sehr imposanten Gletschermühlen. Sie erleben noch eine Neuheit, denn erst seit dem 1. Juli kann man dort auf einem sehr aufwendig neu erstellten Weg in die Schlucht hinunter steigen. Man wähnt sich um Jahrhunderte zurückversetzt.
Um 17 Uhr begrüsst uns der Besitzer des Hotels und Gemeindepräsident von Silvaplana zu einer Führung. Seine, von humorvollen Erläuterungen gespickten Ausführungen, sind sehr interessant. Man spürt da ist ein Macher am Werk. Während er in der Eingangshalle zu uns spricht fliegt draussen sein grosser Schirm vom Winde gepeischt hin und her. Ihn kümmert dies wenig. Nach seinen Ausführungen geht’s bei Blitz, Donner und heftigem Regen durch Silvaplana.

Tourenbericht: Freitag, 9.Juli 2021 / Trudi Gasser
Fuorcla Surlej – Coaz SAC-Hütte Roseg, Kutschenfahrt nach Pontresina
Die Corvatschbahn bringt uns nach Murtèl wo unsere Wanderung startet. Der langsam ansteigende Weg nach Fuorcla Surelei dauert 40 Minuten. Wir legen eine kurze Pause ein und bewundern trotz teilweise bedecktem Himmmel die frisch verschneiten Bergspitze von Piz Murtèl und Munt Arlas. Schon nach der ersten Wegbiegung werden wir mit einem atemberaubenden Ausblick auf Piz Palü, Piz Bernina und Piz Roseg belohnt. Auch die Gletscher, Tschierva, Da la Sella und wie sie alle heissen zeigen sich von der besten Seite. Im Roseg-Tal mäandert der Rosegbach. Auf der rechten Seite hat es unzählige wunderschöne Wasserfälle und Bäche über die nicht immer eine Brücke führt und wir sind froh, dass wir unsere Schuhe gut imprägniert haben. Auch der Gleichgewichtssinn ist gefordert beim balancieren über die Steine. Ab und zu hören und sehen wir Murmeltiere. Diese haben schon reichlich Winterspeck zugelegt. Der Weg ist flach oder nur leicht abschüssig. Schon von weitem sehen wir unser Ziel welches wir in 2 Std. erreichen. Die SAC Coaz-Hütte liegt auf einem Geländerücken unweit des Roseg-Gletschers. Von da haben wir eine prächtige Aussicht auf den türkis leuchtenden Lej da Vadret und ins Roseg-Tal. Leider haben wir nur kurz Zeit und Hans und Christine müssen auf ihre Gerstensuppe verzichten, da die Küche mit den vielen Gästen überfordert ist. Der Abstieg ist steinig und steil und jeder Schritt muss in diesem unwegsamen Gelände sorgfältig geplant werden. Beim überqueren eines Bachs legt dann Andreas einen spektakulären Sturz hin. Dank seiner Fitness und dem nötigen Glück ist es glimpflich ausgegangen. Beim Lej da Vadret angelangt ist der Weg weniger steinig und es geht zügig dem Restaurant Roseg entgegen, wo die Pferde-Kutsche schon auf uns wartet. Leider müssen wir hier aus Zeitgründen auf Kaffee und Kuchen verzichten. In gemächlichen Trab gelangen wir in einer Stunde nach Pontresina. Es war ein anstrengender aber wunderschöner Tag.

Tourenbericht: 10. Juli 2021 / Doris von Rickenbach
Heute ist unser Abreisetag. Die Koffer sind gepackt und die Hotelrechnung bezahlt. Die einen verabschieden sich schon beim Frühstück im Hotel Albana. Die Gruppe reist um 11:34 in Silvaplana Kreisel Mitte ab.
Bis dahin gehen einige in kleinen Grüppchen nochmals zum See, auf die Via Engiadina, zum nahen Wasserfall oder kaufen noch Köstlichkeiten in der Bäckerei Grond.
Ab St.Moritz bis Wädenswil haben wir 4 Std. Zeit um die Woche nochmals revuepassieren zu lassen, oder einfach ein Nickerchen zu machen. Es gibt ja so viel zum erzählen. Die Stimmung ist fröhlich und alle sind dankbar, für die gelungene Wanderwoche im Engadin mit der Magie des Lichtes. Auch Segantini ist es gelungen, dieses Licht auf seinen Bildern so kunstvoll zu malen.
Der Abschied am Bahnhof Wädenswil ist SAC-konform….kurz und herzlich.
Agnes und Hamy Isenschmid sagen wir einmal mehr ein inniges Danke und ein grosses Kompliment für die Leitung dieser Woche. Sie machen das so unendlich gut, dass wir alle hoffen, dass eine weitere Wanderwoche stattfinden wird.

BerichterstatterIn
Elisabeth, Max, Hans, Marianne, Kurt, Werner, Trudi, Doris