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Vreneli via Guppengrat (H/A/ZS+) Gunther Karpf

Tourengruppe/-Typ Hochtour, JO (14-22J), Sektion, Tourengruppen-Parent
Startdatum 2026-07-31
Enddatum 2026-07-31
Anmeldeschluss 2026-07-24
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Beschreibung

31.7.2026 [Fr] Tolle anspruchsvolle Tour aufs Vreneli. Im SAC Führer mit WS beschrieben, hat damit aber wenig zu tun.
Meiner Meinung nach eher ZS+. Seit 2025 gibt es eine Umgehung der Chanzle (steiles Schneefeld im Frühsommer easy zu begehen, später heikel).
Man klettert etwa 3 SL gut abgesichert, im festen Fels (bis 4) und gelangt so auf die Chanzle (sehr hübsche Kletterei).
Insgesamt 2200hm bis zum Gipfel, dann Abstieg ins Klöntal und mit ÖV nach Glarus.

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Bea Merz, Muriel Schön, Judith Schmidt (SAC Bachtel), Robin Burri, Damian Heuss
Verhältnisse
Warm, Sonnig, ab Mittag Bewölkung, später Gewitter

Nachdem im letzten Jahr der Kamin zur Chanzle am Guppengrat mit Bohrhaken eingerichtet wurde, schien mir diese Tour als SAC Tour machbar. Auch nach der Durchführung, welche ohne Probleme verlief, bin ich noch dieser Meinung. Die Gefahren der Route sind Steinschlag durch vorauskletternde Seilschaften, die Ausgesetztheit der Route, sowie das Gehen am kurzen Seil, welches nicht immer abgesichert werden kann. Wir waren drei Seilschaftsführer und konnten so in Zweierseilschaften klettern, ideal für diese Tour.

Freitag morgens trafen wir uns um 5 Uhr in Schwändi beim alten Schulhaus. Nach einer kurzen Besprechung wegen der drohenden Gewitterlage, entschieden wir uns, die Tour in Angriff zu nehmen. Forschen Schrittes gings zuerst einmal hoch zur Guppenalp. Froh darüber, dass die Gruppe so flott unterwegs war, konnten wir nun den zweiten Teil in Richtung Mittelstock angehen. Kurz vor der Schlucht bildeten wir Zweierseilschaften und erreichten die Schulter vor der Chanzle. Dort machten wir eine ausgiebige Pause und besprachen die weitere Strategie.
Nun folgte die Kletterei (4a max.) im Kamin, welche wirklich sehr schön war. Einzig auf den Steinschlag sollte man achten, wenn mehrere Seilschaften unterwegs sind.
Die anschliessenden Höhenmeter boten nochmals Kraxelei in steilem Gelände, welches wir zum Teil mit Friends oder den vorhandenen Bohrhaken etwas absichern konnten. Nach gut 6 h standen wir alle zufrieden auf dem Gipfel des Vrenelisgärtli.

Es folgten der Gratübergang, die Kettenpassage am Schwandner Grat und der lange Abstieg über den Glärnischfirn zur Glärnischhütte. Kurz nachdem wir die Steigeisen abgezogen hatten, begann es zu regnen und später zu gewittern. Glück gehabt!

In der Glärnischhütte gönnten wir uns Zitro und Kuchen, bevor der mühselig lange Abstieg bis ins Klöntal folgte. Dort hatte ich tags zuvor bereits meinen Bus geparkt, so konnten wir entspannt zurück nach Schwändi fahren.

Grosses Kompliment an alle für ihre gute Kondition und Klettertechnik auf dieser 12-h-Tour! Es waren doch 2200 Hm im Aufstieg und gegen 20 km Laufstrecke. Vielen Dank an Robin, welcher gerade vom Gebs-Spez-WK kam und uns ein paar Tipps für das Gehen am Kurzen Seil geben konnte.

Berichterstatter:in
Gunther Karpf