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Via della Variante Monte Generoso 1701m (AW/B/T4 – T5) Hansruedi Bachmann

Tourengruppe/-Typ Alpinwandern (T4-T6), Sektion, Senioren, Tourengruppen-Parent
Startdatum 2024-06-16
Enddatum 2024-06-17
Anmeldeschluss 2024-04-30
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Beschreibung

16.6.2024 – 17.6.2024 [So-Mo] Reise mit öV nach Rovio. Aufstieg zum Monte Generoso (1220 Hm) in rund 3 1/2 Std. über die Via della Variante (weiss-blau, T4+). Abstieg auf die italienische Seite in weiteren 2 – 3 Std. zum Rifugio Prabello CAI (1201 m), wo wir übernachten. Am zweiten Tag über den Sasso Gordona (1410 m, T3+) ins Valle Muggio (ca. 5 – 6 Std.). Von dort Rückreise mit öV.

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Ruedi Sutz, Doris Schwarzenbach
Verhältnisse
wechselhaft aber mehrheitlich sonnig

Beinahe hätte die SBB unsere Tour verunmöglicht. Unser Anschlusszug in Arth Goldau viel kurzfristig aus. Doch mit etwas Improvisation und der gütigen Mithilfe von Doris und Walter, welche mit dem Auto bereits im Tessin waren, schafften wir es doch noch um 10.00 Uhr nach Rovio zum Ausgangspunkt der Tour.
Das SAC-Tourenportal sagt zu dieser Tour: Die Via della Variante ist die vielleicht interessanteste Alpinwanderroute auf den Monte Generoso. Sie führt durch die topographisch komplexe Westflanke und endet im Sattel zwischen dem Hauptgipfel und dem Nordgipfel Baraghetto. Vor Ort ist «la Variante» auch als Sentiero Gianola bekannt, nach Angelo Gianola aus Melano. Der Offizier der Grenzwacht hatte die Route in den 1920ern entdeckt und eingerichtet, damit seine Grenzwächter ganz ohne Betreten italienischen Bodens den Gipfel erreichen konnten. Der Weg wurde von der Grenzwacht bis Ende der 1970er benutzt und unterhalten und anschliessend aufgegeben, blieb aber auch in der Folge beliebt.
Die Route ist eindrücklich und wegen der Nebelschwaden, die kamen und gingen, sahen wir zwar etwas weniger von der Aussicht, aber die Eindrücke waren dafür manchmal umso spetakulärer, und wie es jemand auf der Tour sagte: «Gut hat es ein wenig Nebel, so sieht man nicht so sehr, wie ausgesetzt die Route teilweise ist.» Nach rund dreieinhalb Stunden standen mir auf dem Gipfel des Monte Generoso für den Mittagslunch. Danach folgte der Abstieg ins Valle Muggio. Dieser verläuft oftmals auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, was ihm einen speziellen Reiz verschafft. In Erbonne, einem kleinen, beinahe verlassenen Dörfchen zuhinterst im Tal, machten wir in der Osteria del Valico nochmals Rast, um den Durst zu löschen, bevor wir den Aufstieg zum Rifugio Prabello in Angriff nahmen. Um 17.30 Uhr trafen wir im Rifugio ein, wo wir die einzigen Übernachtungsgäste waren. Zwar war es etwas speziell, Essen und Trinken «nur» mit Plastiktellern,-besteck und Pappbechern zu erhalten, aber die Minestrone, die Polenta und der Brasato machten vieles wett.
7.30 Uhr am nächsten Tag nahmen wir den Sasso Gordona in Angriff. Dieser Berg ist nicht sehr hoch, steht aber frei zwischen Monte Generoso und Lago di Como und verfügt auf zwei Seiten über eine schöne, mit Ketten gesicherte Route, was eine schöne Überschreitung ergibt. Dabei kommt man auch an Armeestellungen aus dem Ersten Weltkrieg vorbei. Nach eineinhalb Stunden waren wir wieder zurück beim Rifugio, wo der Abstieg nach Muggio begann. Der Weg folgt auch hier lange der Grenze und man ist einmal auf Schweizer und einmal auf italienischer Seite. In knapp zwei Stunden waren wir in Muggio. Bald schon kam das Postauto für die Rückreise. Ja, und man glaubt es kaum, der Zug von Mailand her hatte 18 Minuten Verspätung aber was noch unglaublicher war, diese 18 Minuten wurden bis Arth Goldau wieder aufgeholt, so dass wir, die einen mit viermal die anderen mit fünfmal Umsteigen, pünktlich wieder am Zürichsee waren.

Berichterstatter:in
Hansruedi Bachmann