| Tourengruppe/-Typ | Sektion, Skitour, Tourengruppen-Parent, Tourenleitende |
| Startdatum | 2026-03-07 |
| Enddatum | 2026-03-15 |
| Anmeldeschluss | 2026-01-15 |
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| Beschreibung | 7.3.2026 – 15.3.2026 [Sa-So] Die Gebirgskette der Pyrenäen bietet viel wilde Natur mit abwechslungsreichen Landschaften, erstreckt sich über 430 Kilometer Länge und trennt die Länder Spanien und Frankreich. Wer hat Lust auf Skitouren der Superlative in Spanien? Der höchste Pyrenäengipfel, der Pico de Aneto bildet mit seinen 3404 Metern Höhe ein mögliches Highlight einer rundum kontrastreichen Skitourenreise.
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Ein aufdringliches «piep – piep – piep» ist zu hören, wie wir die Geschwindigkeitsbeschränkung von 90kmh auch nur um wenig überschritten. Wir halten die spanischen Strassenregeln gewissenhaft ein und erreichen unser Llanos de Hospital in Benasque auf 1600müM, mitten in den Pyrenäen. «Wir»; das sind Stephan Haagmans, Christof Jud und Christian Pitroff, der diese Woche organisiert hat.
Benasque liegt mitten in den Pyrenäen, unweit der französischen Grenze. Die Strassen und Ortschaften sind gesäumt von den für diese Region typischen dunkelgrauen Steinhäusern, nicht gerade schmuck, aber immerhin authentisch. Hoch erheben sich die Berge, und tief graben sich die Täler in die Landschaft. Es liegt dieses Jahr so viel Schnee wie selten.
Christian und Stephan starten am ersten Tag mit einer Eingehtour, die sie vorbei am Refugio Renclusa (2140m) Richtung Pico Pardena führt, wo sie von Punkt 2700m zum Hospital de Benasque (1750m) abfahren, wo wir untergebracht sind.
Am darauffolgenden Tag pausieren Stephan und Christof, während Christian vom Hospital aus über zum Pico de Maladeta (3312m) hinaufsteigt, dessen Gipfel zum Schluss über eine 45° steile Rinne mit Pickel und Steigeisen erklommen wird. Abfahrt über weite Hänge im Pulver, ein Genuss!
Auf 3045m thront der Tusse de Remune, ein fantastischer Skiberg direkt an der französisch / spanischen Grenze. Die Tour führt uns durch das enge und atemberaubende Valle de Remune, erst durch einen lichten Föhrenwald, dann immer weiter ansteigend über einen breiten Grat in nördlicher Richtung zum Gipfel. Die Abfahrt durch die enge Barranco de Remune (Barranco = Schlucht) ist ein Genuss, das Bier danach ebenso.
Ein Seitental weiter südlich und auch tiefer liegt das Valle de Literola. Nachdem wir die Ski ein wenig tragen müssen, steigen wir weiter an gegen den Tuca de la Estiveta de Literola. Der sehr steile Gipfelhang erlaubt uns eine unglaubliche Sicht auf die umliegenden Berge. Schlechtes Wetter zieht auf, die Wolken verhüllen bereits die umliegenden Gipfel, und die Sicht wird schlechter. Wir brechen die Übung vorzeitig ab und schenken uns den Gipfel für ein nächstes Mal.
Am Ende der Plan d’Estan d’Abaixo steigen wir langsam auf zum Refugio de la Renclusa. Die Übernachtung in einer spanischen Hütte ist eine interessante Erfahrung, und das Essen ist ausgezeichnet. Am Tag darauf steigen wir hoch und höher und noch höher und queren den Portillo Superior auf 2900m. Vor uns liegt der Glaciar d’Aneto, dahinter schnauben wir den steilen Gipfelhang zum Pico d’Aneto hoch. Bevor uns der Schnauf noch ganz ausgeht, haben wir den Gipfel bereits erreicht. Der Pico d’Aneto, der höchste Berg in den Pyrenäen ist immerhin 3404m hoch; so wenig ist das auch wieder nicht. Ein furchterregender stürmischer Wind bläst uns beinahe vom Grat und fegt uns Schnee ins eh schon verfrorene Gesicht – Brrr! Die Abfahrt grenzt schon an ein Wunderwerk der Natur, 1500m freie Hänge, wenig verfahren, Schwung nach Schwung, der absolute Höhepunkt.
Nach einer Woche verfinstert sich nicht nur die Wetterprognose, sondern auch das Wetter selbst. Wir geniessen notgedrungen noch einen schönen Tag in der Altstadt von Tarragona, und irgendeinmal ertönt eine monotone Stimme aus dem Lautsprecher «boarding um 18:30», zweifelsohne ein Zeichen dafür, dass wir unsere Skitourenwoche in den Pyrenäen abschliessen. Die Welt der Berge ist wunderbar, und wenn Du mal ihre Schönheit entdeckt hast, lässt sie Dich nicht mehr los, wo auch immer das sein mag.
Christof Jud