| Tourengruppe/-Typ | Sektion, Skitour, Tourengruppen-Parent, Tourenleitende |
| Startdatum | 2026-05-22 |
| Enddatum | 2026-05-25 |
| Anmeldeschluss | 2026-05-20 |
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| Beschreibung | 22.5.2026 – 25.5.2026 [Fr-Mo] Skitouren im Jungfraugebiet gehören zum Besten, was die Schweizer Alpen zu bieten haben, denn die Auswahl an Routen auf über 4000m ist einfach gigantisch!
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Freitag 22.5. - Samstag 23.5.:
Fünf glorreiche Alpinisten haben sich vorgenommen, an Pfingsten der Hitze zu entfliehen und hoch in die Berge zu gehen, um nochmals auf Tourenski zu stehen.
So treffen sich drei der Glorreichen (Patrick, Simone und Werner) am Freitagabend am Bahnhof Wädenswil mit dem Ziel Grindelwald.
Unter den ungläubigen Blicken der anderen Reisenden (in Shorts und Flip-Flops) bestiegen wir den Zug, um unseren Capo (Christian) am Zürcher HB zu treffen und gemeinsam weiterzureisen. Das Treffen in Zürich hat Christian dann leider um eine Minute verpasst, und er musste einen späteren Zug nehmen.
Die Nummer fünf (Stefan) hatte sich entschieden, in Bern zuzusteigen, hatte aber Erbarmen mit unserem Capo und entschied sich, ebenfalls mit dem späteren Zug gemeinsam mit ihm anzureisen. Was Stefan aber nicht wusste: In Bern gibt es gutes Bier… so gut, dass man dabei die Zeit vergisst und am Ende ebenfalls den Zug verpasst.
Aber alles halb so schlimm: Die Bar bei der Eiger Lodge hatte zum Glück bis 22.00 Uhr offen, und so konnten wir doch noch alle zusammen auf das anstehende Tourenwochenende anstossen.
Day 1:
Nach einem super Frühstücksbuffet bestiegen wir am Samstagmorgen die ersten Gondel Richtung Eigergletscher und danach die Bahn zum Jungfraujoch. Dass wir nicht die Einzigen sein werden, hatten wir angenommen, aber dass es schon zu einem Dichtestress kommt, hätten wir nicht gedacht.
Oben angekommen, schnell noch durch den Tunnel und dann: was für ein Ausblick und was schon für eine Hitze. Gemütlich starteten wir unsere erste Tour zum Mönchsjoch, um danach über das Ewigschneefeld (bereits mit Sulz) abzufahren und anschliessend zum Trugberg aufzusteigen.
Nach dem moderaten Aufstieg zum Skidepot und einem kurzen Schlussaufschwung mit den Steigeisen war dann schon der erste Gipfel erreicht, und eine weitere schöne Abfahrt über die Südseite Richtung Konkordiaplatz stand uns bevor. Leider war dann diese Abfahrt wieder viel zu schnell zu Ende und so schlenderten wir über die ewigen Weiten des Konkordiaplatzes zu der Himmelsleiter der Konkordiahütte. Mit der Aussicht auf ein kühles Kimi-Bier sind dann diese paar Stufen dann nur noch ein Auslaufen…. oder auch nicht. Prost und was für ein Panorama.
Werner Weber
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Sonntag 24.5.:
Da am Montag die Jungfrau auf dem Programm steht, entscheiden wir uns für eine etwas leichtere Tour auf den Kranzberg Südgipfel 3666.
Start um 05:15 über den Konkordiaplatz zum Südostfuss des Kranzbergs. Der Einstieg zeigte sich schwieriger als gedacht, Ski werden aufgeschnallt und Steigeisen montiert.
Nach ca.150 hm werden wieder die Ski angeschnallt Richtung Gipfel. Kurz vor dem Ski Depot wird es nochmals richtig steil, Ski in die Hände und auf den tiefsten Punkt des Südostgrat zum Ski Depot.
Der kurze Gipfelanstieg und oben angekommen werden wir mit einer grandiosen Rundumsicht belohnt und nehmen uns Zeit für eine kleine Stärkung.
Zurück zum Ski Depot, Ski anschnallen und wir ahnen es, es wird eine super geniale Abfahrt über die vergletscherte steile Südwestflanke auf den Kranzfirn und weiter zum Aletschfirn über den Konkordiaplatz
zur Konkordiahütte. Nach knapp 8Std. müssen noch die 526 Metall-Treppen bewältigt werden bis wir den verdienten Hüttenkuchen, Plättli, Bier, Wasser etc. bei wunderbarem zu warmen Wetter geniessen können.
Wieder geht ein Tag zu ende bei super Wetter, super Verhältnissen, super Kollegen und super Tourenleitung, Danke Christian.
Patrick Bienz
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25.5., Pfingstmontag, der letzte Tag mit dem grossen Ziel: die Jungfrau
Tagwache bereits um 03:15 Uhr. Erneut hiess es erst einmal: runter über die 526 (!) Konkordia-Treppenstufen. Beim Skidepot wurde angeseilt: In einer Dreier- und einer Zweierseilschaft machten wir uns auf den Weg Richtung Jungfrau. Was am Samstag noch eine geschlossene Schneedecke gewesen war, hatte sich aufgrund der warmen Temperaturen inzwischen in einen Bach verwandelt, der sich munter durch den Gletscher gefressen hatte. Für die Kleineren in unserer Gruppe (sprich für mich!) bot dies gleich die erste Schlüsselstelle. Der Weg über die weite Gletscherfläche im Tagesanbruch war eindrücklich, fast meditativ – zog sich aber auch ganz schön hin. Danach wartete die erste steile Stufe: Skis aufgebunden, Pickel in die Hand und hoch. Die zweite Schlüsselstelle liess ebenfalls keinen Zweifel daran, dass der Gletscher den Klimawandel durchaus mitbekommen hat: Ausaperung, Eis, wenig Schnee – und der Wunsch nach längeren Armen und Beinen war bei mir erneut vorhanden. Die Gruppen mit Start an der Mönchsjochhütte kamen uns bereits wieder vom Gipfel entgegen, als wir endlich beim Skidepot ankamen. Der Schlussaufstieg erfolgte mit Steigeisen, Pickel und – ganz wichtig – einer frisch aufgetragenen Schicht „coral reef safe“ Sonnencreme. Nachhaltigkeit endet schliesslich nicht auf 4000 Metern.
Der Ausblick und das Glücksgefühl auf dem Gipfel waren unbeschreiblich – und auch ein wenig Stolz war definitiv dabei. Hoffentlich sieht man uns das auf den Fotos an. Nach dem Abstieg zurück zu den Skiern ging es in schöner Abfahrt Richtung Jungfraujoch. Ein letztes Mal anfellen – die Motivation hielt sich dabei ungefähr auf Höhe des Flüssigkeitspegels. Beim Joch angekommen dann der Kulturschock: der berühmte „Japaner-Zoo“. Nach Stunden in Eis und Einsamkeit standen wir plötzlich mitten in einer internationalen Fotosession. Wir gerieten auf unzählige Kameras, und ein indischer Tourist machte Christian sogar spontan ein Kaufangebot für seine Skier. Der Kontrast zwischen stillem Hochgebirge und touristischem Jungfraujoch hätte kaum grösser sein können. Zurück in Grindelwald liessen wir die drei genialen Tage beim gemeinsamen Nachtessen ausklingen. Danach folgte die Heimreise im komplett überfüllten Zug nach Wädenswil.
Ein riesiges Dankeschön an Christian für die Organisation dieser Pfingsttour – es war genial!
Bericht Montag: Simone Herzog