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Silvrettahorn (H/B/WS) Christof Jud

Tourengruppe/-Typ Hochtour, Sektion, Tourengruppen-Parent
Startdatum 2026-08-03
Enddatum 2026-08-04
Anmeldeschluss 2026-07-26
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Beschreibung

3.8.2026 – 4.8.2026 [Mo-Di] 1. Tag: mit dem öV nach Klosters Platz, von dort mit dem Alpentaxi zur Alp Sardasca, Aufstieg zur Silvrettahütte (700m)
2. Tag: Aufstieg über den Silvrettagletscher aufs Silvrettahorn (900m), Rückweg auf dem selben Weg zurück ins Tal, mit dem Alpentaxi nach Klosters Platz
– optional über den Silvrettapass zur Tuoihütte nach Guarda.
3. Tag: optional Abstieg von der Tuoihütte nach Guarda und mit dem öV nach hause Nach Wunsch ist Tour über den Silvrettapass (zusätzlich 200m) mit Abstieg zur Tuoihütte im Engadin möglich, wo wir übernachten würden, am nächsten Tag Abstieg nach Guarda, mit dem öV nach hause. Dies bedeutet ein Tag mehr. Bitte mir der Anmeldung angeben, ob Interesse da ist.

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Daniel Boller, Doris Bachmann

Ein Gewitter nach dem anderen fegt über die Silvrettahütte hinweg. Die Hagelkörner sammeln sich an den Hängen. Ist wohl nichts mit dem Tällispitz heute. Stattdessen pflegen wir einen wenig anstrengenden Müssiggang in der Hütte.
Doch am Tage darauf gilt es ernst, Abmarsch um 04:50 und in gesundem Tempo steuern wir auf den Silvrettagletscher zu. «Wir, das sind Daniel Boller, Doris Bachmann und ich. Um Himmels Willen, wie hat er Gletscher in der Hitze gelitten. Wo noch im Juni ein einfacher Übergang möglich war, rauschen bereits am frühen Morgen gewaltige Wasserströme, und grosse Eisblöcke sind abgebrochen. Es scheint, als würde in einer Galaxie ein Roter Riese um sein Überlegen kämpfen und doch unweigerlich geht ihm langsam der Wasserstoff, respektive das Eis aus. Am Ende verschwindet er sang- und klanglos, ohne eine Supernova und ein Schwarzes Loch zu hinterlassen, einfach irgendwann mal weg. Wir marschieren auf dem eisigen Rücken unseres Roten Riesen immer höher. Wir kitzeln ihn mit unseren Steieisen, auf dass er wieder zu einem freudigeren Leben zurückfinde. Der Übergang in den Steilhang zum Silvrettasattel ist im Vergleich zum Juni dieses Jahres zirka 4m weiter abgesunken.
Wir geniessen die schöne Kletterpartie vom Sattel zum Gipfel. Es kommt ein frischer Wind auf. Ich geniesse es für einmal, dass ich leicht klamme Finger kriege. Oben angelangt geniessen wir unser Sandwich und eine absolut fantastische Rundsicht bei klarstem Wetter, einfach wunderbarer als nur wunderbar. Auch eine wunderbare Sicht findet ihr Ende und wir steigen ab. Die Eisbrücke am unteren Übergang ist noch nicht zusammengebrochen. Weiter geht’s zur Hütte und zur Alp Sardasca, von wo uns das Alpentaxi an den Bahnhof Klosters bringt.
Text: Christof Jud, Fotos: Daniel Boller, Doris Bachmann

Berichterstatter:in
Christof Jud