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Ringelspitz 3247m (H/A/ZS-, 3b) Sebastian Steiner

Tourengruppe/-Typ Hochtour, Sektion, Tourengruppen-Parent
Startdatum 2026-08-14
Enddatum 2026-08-15
Anmeldeschluss 2026-07-01
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Beschreibung

14.8.2026 – 15.8.2026 [Fr-Sa] Der Ringelspitz ist der höchste Berg des Kantons St. Gallen. Er bietet, dank seiner völlig freien Lage und der grossen Entfernung von anderen, höheren Gipfeln eine kaum zu überbietende Fernsicht.

Von der Ringelspitzhütte steigen wir auf den Mittelgrat. Über diesen und den teilweise mit Geröll überdeckten Rücken mit einigen Kletterstellen (max 3b) erreicht man den Ringelfirn. Als Abschluss erfolgt eine luftiger Kletterei zum Gipfelkreuz.
Der Abstieg erfolgt über das Tscheppenband zurück zur Hütte. Freitag: Zustieg zur Hütte von Tamins durch das Lawoitobel (4h; 1330Hm) oder von Vättis über den Kunkelspass (3.5h; 1050Hm)
Samstag: Gipfeltag (6h; 1250Hm) und zurück

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Nicole Feis, Ruedi Sutz, Christof Jud, Beatrix Merz, Marcel Plüss
Verhältnisse
Perfekt

Mit beinahe quietschenden Reifen kurvt unsere Nicole Feis auf den Kunkelspass, wo uns auf 1360müM die Hitze immer noch gnadenlos erschlägt. Zum Glück sind wir alle gegen Ende dieses Sommers dagegen immun. Wir versuchen trotzdem, der Hitze zu entfliehen und bitten auf der Ringelspitzhütte auf 1998m um thermisches Asyl, was uns liebend gerne gewährt wird. Wir brauchen nicht einmal ein Formular ausfüllen. «Wir», das sind unsere Tourenleiter Sebastian Steiner, Co-TL Marcel Plüss, dann Nicole Feis, Ruedi Sutz, Bea Merz und natürlich ich.
Am nächsten frühen Morgen geht’s im Schein der Stirnlampen los. «Wer vor der Hütte der Späteste wäre, solle den Tourenbericht schreiben», meint Sebastian trocken. Dass ich immer noch 1 volle Minute und 15 Sekunden vor 4 Uhr abmarschbereit stehe und damit in voller Absicht bereits der Letzte gewesen sein soll, ist nachweislich ein falsches Gerücht.
Bereit, nichts vergessen, und wir steigen in angenehmem Tempo höher und höher. Auf 2950m schirren wir an, drei 2-er Seilschaften, von Sebastian am Vorabend unmissverständlich eingeteilt; es fügt sich jede und jeder gern in sein Schicksal mit seinem Klettergspäänli. Wir schnauben und angeln uns über ein paar wunderschöne Felsstufen hoch, wirklich cool. Irgendwann treffen wir auf dem Gipfel ein, 3247m, schneller als gedacht. Kaum ist der letzte Brocken des Sandwiches verdrückt, seilen wir ab, ebenfalls schneller als gedacht, und dann gilt nur noch «laufe, laufe, laufe» bis wir wieder auf der Ringelspitzhütte eintreffen, auch dies, schneller als gedacht. Die Querung des Tscheppbandes ist geologisch spannend. Hier liegt genau die Grenzschicht der oberen älteren zur darunterliegenden jüngeren Felsschicht. Ganz herzlichen Dank an Sebastian für die wunderschöne Tour auf den höchsten Stankt Galler.

Berichterstatter:in
Christof Jud