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Oberaletschhütte Donnerstagbend 30. April 2026 bis Montag 4. Mai 2026 TW (S/A/ZS – S-) Christian Pittrof

Tourengruppe/-Typ Sektion, Skitour, Tourengruppen-Parent, Tourenleitende
Startdatum 2026-04-30
Enddatum 2026-05-04
Anmeldeschluss 2026-03-01
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Beschreibung

30.4.2026 – 4.5.2026 [Do-Mo] Grossartiges Gebiet, dass eine Vielzahl anspruchsvoller Skitouren in hochalpiner Landschaft bietet. Welche Touren wir machen, entscheiden wir vor Ort gemäss Verhältnissen.
Donnerstag 30. April:
Um 18 Uhr nehmen wir den Zug vom Zürich HB nach Brig, wo wir kurz nach 20 Uhr ankommen und in einer preiswerten Unterkunft übernachten.
Freitag 1. Mai:
Gegen 8 Uhr von Brig mit dem Posti nach Blatten bei Naters, wo wir um 8.50 Uhr mit der ersten Seilbahn (Extrafahrt, werde ich vorbestellen) auf die Belalp fahren. Von dort zu Fuss bzw. mit Ski kurz nach 9 Uhr los auf die Oberaletschhütte: 850 Höhenmeter, 280 Höhenmeter Abstieg/Abfahrt. Total ca. 4 Stunden Hüttenzustieg.
Samstag 2. Mai – Sonntag 3. Mai: Je nach Verhältnissen bieten sich z.B. Touren auf das Aletschhorn über SW-Rippe (4195m, ZS-, 1700 Höhenmeter, 5 ½ Stunden), Kleines Aletschhorn (3745m, 1250 Höhenmeter, WS, 3 ½ – 4 Stunden), das Sattelhorn über die Südostflanke (3745m, 1250 Höhenmeter, ZS, 4 Stunden) oder das Schinhorn (3796m, 1330 Höhenmeter, ZS, 4 Stunden) an.
Montag 4. Mai: Für den letzten Tag bietet sich das Breithorn an (3796m, 1320 Höhenmeter, ZS+, 4 ½ – 5 Stunden), wobei wir bei der Abfahrt bei 2800m wieder anfellen und 330 Höhenmeter auf den Beichpass aufsteigen (3126m, 1 Stunde, WS) und von der Passhöhe über den Dischliggletscher nach Blatten im Lötschental abfahren (1600 Höhenmeter, ZS).
Von Blatten mit ÖV zurück nach Zürich, wo wir gegen 19 Uhr ankommen sollten.

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Patrick Bienz, Marleen Gosens, Philipp Schlatter, Marcel Plüss
Verhältnisse
Wenig aber ausreichend Schnee, keine Lawinengefahr, gutes Wetter bis am Mittag des letzten Tages

Am Donnerstag, 30. April 2026, ist es endlich so weit: Wir reisen ins Wallis für unser verlängertes Tourenwochenende auf der Oberaletschhütte. Am Freitagmorgen nehmen wir die erste Bahn hinauf zur Belalp. Zu Beginn sind die Skier aufgebunden. Auf dem Gletscher suchen wir uns den Weg bis zum Hüttenskidepot. Von dort wartet noch ein anspruchsvoller Aufstieg zur Hütte auf uns – ein Abschnitt, den wir während des Aufenthalts täglich bewältigen (immerhin mit dem Vorteil, dass wir die Skier unten stehen lassen können 😊).
Da sich das Wetter für Sonntag und Montag verschlechtern soll, entscheiden wir uns, die Besteigung des Aletschhorns auf Samstag vorzuziehen. Um 03:10 Uhr ist Tagwache, und um 04:15 Uhr gehen wir los. Die Tour zieht sich ordentlich in die Länge. Auf dem Gletscher beschliessen wir, der Originalroute zu folgen, und ziehen die Steigeisen an – diese bleiben bis zu unserer Rückkehr ins Skidepot an den Füssen.
Der Grat bietet eine wunderschöne Kraxlerei, und nach 8,5 Stunden erreichen wir den Gipfel des Aletschhorn (4194 m ü. M.). Bei unglaublicher Aussicht geniessen wir den Moment: die Weite, die Ruhe und die majestätische Bergwelt rund um uns.
Auch der Abstieg erweist sich als ebenso spannend wie der Aufstieg. Ab dem Skidepot erwartet uns eine herrliche Sulzabfahrt mit einigen interessanten Passagen bis zurück zum Hüttenskidepot, wo wir erneut den Aufstieg zur Hütte in Angriff nehmen. Nach insgesamt 1950 Höhenmetern im Auf- und Abstieg erreichen wir nach rund 13 Stunden wieder die Hütte. Dankbar löschen wir unseren Durst und beginnen, unsere rund 4000 verbrannten Kilokalorien wieder aufzufüllen – mit ausgezeichnetem Kuchen, den es auf dieser Hütte gibt.
Aufgrund des Wetterumschwungs entscheiden wir uns, die Tour bereits am Sonntag abzuschliessen. Für einen schönen Abschluss steigen wir noch bis zum Gredetschjoch (3502 m ü. M.) auf. Auch hier stellt uns der Gletscher vor Herausforderungen, und wir bewältigen das steile Stück mit Steigeisen. Am Joch angekommen, seilen wir uns dreimal ab, bis wir den Gredetschgletscher erreichen.
Die anschliessende Abfahrt führt uns erneut durch schöne Sulz hinunter ins immer aperer werdende Tal. Mit etwas Planung schaffen wir es tatsächlich bis auf den Talboden. Danach geht es weiter mit Anschieben, Skaten, Skier abziehen und schliesslich zu Fuss durch den rund einen Kilometer langen Tunnel bis nach Mund. Dort erreichen wir pünktlich den Bus Richtung Brig.
In Brig geniessen wir noch ein feines Nachtessen, bevor wir das schöne Wallis wieder gegen das ebenso schöne Wädenswil eintauschen.
Vielen Dank für die tolle Tour, Christian – es ist immer wieder schön und abenteuerlich, mit dir unterwegs zu sein.
Marleen

Berichterstatter:in
Marleen Gosens