Langtaufers I-Vinschgau TW (W/B/T3) Franco Poletti

Tourengruppe/-TypSektion, Senioren, Wandern (T1-T3)
Startdatum3.7.21
Enddatum10.7.21
Anmeldeschluss1.2.21
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/5f0e8bac-0350-4cf6-beaf-0162ac120017
Beschreibung

3.7.2021-10.7.2021 [Sa-Sa] Das Langtauferstal zweigt in Graun am Reschenpass von der Hauptroute Mals-Landeck Östlich ab. Endet in Melag ein kleiner Bergbauernweiler auf 1912 m. Da befindet sich unser Familiegeführten *** Hotel Alpenjuwel www.alpenjuwel.it wo wir für die ganze woche logieren. Ohne zu dislozieren bieten sich interessante Wanderungen/Touren wie zb. Weisskugelhütte, Gletscherlehrpfad, Richterweg (zum Gepatschferner) die benachbarten Dreitausender zur Österreichische Grenze usw.

Max. 8 Teiln.

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Edith Estermann, Adolf Kümin, Gertrud Poletti, Fredy Rähle, Beatrice Rähle, Silvia Schwarz, Jörg Schwarz, Ruedi Weber

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Samstag 3.7.2021 (Franco)
Wir reisen individuell in drei Gruppen und treffen uns am Flüelapass zum Kaffee. Weiter geht es via Zernez-Ofenpass-Taufers (Zoll). Alle unsere Covid Papiere stossen auf kein Interesse der anwesenden Zollbeamten. Gut so, Mittagshalt am Haidersee unterhalb von St. Valentin auf der Haide. Weiter über Graun-Langtaufers-Melag (1912 m) bis zum Ende der Fahrstrasse, wo sich auch unser Hotel Alpenjuwel befindet. Einchecken, und dann bleibt noch Zeit für einen Spaziergang zur ca. zwei Kilometer entfernten Melageralm (1970 m) zu unternehmen. Apéro und ein feines Abendessen runden den Abend ab.

Sonntag 4.7.2021 (Franco)
Bei herrlichem Wetter brechen wir auf zu unserer ersten Wanderung, an der Melageralm vorbei und steigen in Serpentinen durch einen duftenden Lärchenwald hinauf Richtung Planeiler Schartl. Bei P. 2400 zweigen wir nach rechts ab Richtung Westen auf einen auf und absteigenden Höhenweg mit herrlichen Ausblicken zu benachbarten österreichischen Grenzbergen. In der Zwischenzeit kommt Bewölkung auf, begleitet von kalten Windböen, die eine Regenfront ankündigen. Wir sind froh, dass die bewirtete Masebenalm (2267 m) uns Schutz und Kulinarik bietet. Abstieg ins Tal und dem reissenden Karlinbach entlang nach Melag zurück. Ein gelungener erster Wandertag findet seinen Abschluss bei Apéro und Nachtessen.

Montag, 5.7.2021 (Jörg)
Der Tag beginnt mit einem steilen Aufstieg ins Melagtal. Dann weiter auf Höhenweg durch blühende Alpenrosen zur schönen Schafalp Valgin, wo wir eine gemütliche Pause machen. Dann geht es weiter zur Weisskogelhütte CAI 2560m. Bei leicht bewölktem Wetter geniessen wir ein kleines Mittagessen mit Alphornklängen. Am Nachmittag geht es auf dem Gletscherlehrpfad zum Gletschertor vom Langtauferer Ferner. Abstieg über den Moränenweg mit Boxenstopp auf der Melanger Alm. Um 17.00 sind wir zurück im Hotel, wo wir den Apéro und ein wunderbares Nachtessen geniessen.

Dienstag, 06.07.2021 (Ruedi)
Wunderbar ausgeruht nach einer angenehm kühlen Nacht und einem stärkenden Frühstück am reich gedeckten Buffet starten wir um 8.45 h bei strahlendem Wetter motiviert zur längsten Tour dieser Woche, die uns heute vom Hotel (1912 m ü.M.) auf dem Höhenweg von Melag aus durch viele Geländekammern des Langtauferstales führen wird mit unglaublich viel Aussicht und richtig romantischen Abschnitten, und das auf gut angelegten Wegen. Die Route führt uns via «Wies» auf dem steilen Wanderweg Nr. 7 nach «Äussere Schäferhütte», «Kappler Moos» bis zum Pkt.2532, wo sich unser Weg mit dem Höhen-Wanderweg Nr. 4 vereinigt. Wir fotografieren immer wieder die fast unzähligen Schönheiten wie Berge, Blumen und Bäche sowie die Kolleg*innen, um all die Eindrücke für immer festzuhalten. Auf der Gelände-Terrasse geht es nun in ständigem Auf und Ab talauswärts, vorbei an blau schimmernden Seelein, an einer militärischen Anlage, erbaut zwischen 1. und 2. Weltkrieg und heute z.T. verfallen, bis zum «Gschweller-See», wo die Hitzigsten und Mutigsten sich in das kühle, bzw. kalte Nass stürzen. Frisch gestärkt geht’s weiter am «Wölfeleskopf» und «Mataunkopf» vorbei zum Aussichtspunkt «Valzerschartl» und wieder in die nächsten Geländekammern, bis zum «Pedross-See», und ab Pkt. 2585 hinunter zur Alp «Rossboden», mit herrlicher Aussicht ins Haupttal des oberen Vinschgaus. Auf dem wirklich grossartig angelegten Weglein Nr. 5 führt unser Weg nun vorbei an hellgrünen jungen Lärchen und wieder neuen Blumen und Pilzen steil hinunter nach Graun im Vinschgau, unserem heutigen Zielort. Herrlich sind die Ausblicke auf den Haidersee, den Reschensee mit dem weltberühmten, im Wasser stehenden Turm, täglich hunderte Male fotografisch von den Touristen festgehalten. Dort löschen wir unseren Durst und fahren anschliessend mit dem Regionalbus wieder vor unser Hotel, glücklich über die eingefangenen Eindrücke.
Bei einem leckeren 5-Gänge-Abendessen und einem guten Glas Wein aus der Region lassen wir diesen wunderbaren Tag ausklingen.
Die «technischen Daten»:
Distanz: 22,26 km; Aufstieg: 1257 Höhenmeter; Abstieg: 1665 Höhenmeter; Marschzeit: 7,56 h; Durchschnitts-Geschwindigkeit: 3,4 km/h

Mittwoch 7.7.2021 (Beatrice und Fredy)
Wir starten unsere Bergtour bei der verwaisten Talstation des Maseben Sessellifts. Die Bahn musste 2014 aus finanziellen Gründen den Betrieb einstellen. Die Sessel sind verschwunden, Masten, Rollen und Seile rosten vor sich hin. Durch den Bergwald und über Almwiesen erreichen wir nach 5/4 Std. die Berghütte Maseben auf 2267 m. Ab hier folgen wir der Markierung Nr. 19 aufwärts, über Grashang und Blockwerk gerade hinauf bis zu einer flacheren Stelle. Hier oben bläst ein böiger, kalter Wind. War der Himmel am Morgen noch mehrheitlich blau, ist er jetzt in kurzer Zeit mit schwarzen Wolken verhangen worden. Der weitere Weg führt ohne Schutzmöglichkeit im steilen Blockwerkshang auf den Gipfel der Tiergartenspitze. Für den Nachmittag sind Gewitter prognostiziert weshalb wir beschliessen, wieder zur Berghütte Maseben abzusteigen. Hier teilen wir uns auf. Franco steigt mit drei Teilnehmern direkt ins Tal ab, um noch weitere Ziele zu rekognoszieren. Zu Fünft machen wir uns auf den Höhenweg Nr 6. Oberhalb der Waldgrenze geht es durch Blumenwiesen talauswärts. Nach gut 2 km erreichen wir den Abzweig von einem nur wenig begangenen Pfad mit alten Markierungen. Durch wunderschönen, artenreichen Bergwald geht es weiter talauswärts zum Weiler Kapron. Mit dem Wetter haben wir Glück, wir werden erst auf den letzten Metern noch verregnet. Der Linienbus bringt uns zum Nulltarif zurück zu unserem Hotel in Melag. Auf die Frage, was die Fahrt kostet, meint der etwas mürrische Fahrer nur: “Il pagamento non funziona…”

Donnerstag, 8.7.2020 (Silvia)
Vor dem Hotel steigen wir in den Bus und lassen uns bis in den Weiler Kapron chauffieren, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Nach einer Nacht mit Starkregen sind die Wiesen und Waldböden randvoll gesättigt mit Wasser, und die Bauern haben zu Recht am Vorabend noch in Windeseile die Heuballen eingeholt. Der waldige Hang vor uns ist dicht mit Nebel behangen. Etwas skeptisch, was das Wetter anbelangt, nehmen wir den steilen Weg durch den Wald unter die Füsse. Nach Erreichen der Baumgrenze erwarten uns stotzige Wiesenhänge. 2 ¼ Std. später erreichen wir verschwitzt den Grat. Die Nebelschwaden haben wir inzwischen unter uns gelassen. Wir geniessen eine wild-romantische Aussicht über Berg und Tal. Nach kurzer Rast marschieren wir weiter durch dichte Alpenrosen Bestände und felsige Gebirgslandschaften Richtung Maseben Alp. Im Restaurant gönnen wir uns ein kühles Getränk, bevor’s weiter geht Richtung Melager Alm. Über uns ballen sich grau-schwarze Wolken, unter uns im Tal liegen flockige Nebelschwaden. Hinter uns hören wir immer wieder Donnergrollen, und mit wachsamem Blick nehmen wir besorgt immer wieder Wolken wahr, aus denen es wie ein Vorhang hinunterregnet. Wir bleiben aber bis zum Schluss vom Regen verschont. Trockenen Fusses und freudigen Gemütes erreichen wir nach über 6 Std. reiner Marschzeit, 1200 hm Steigung und 1000 hm Abstieg unser Hotel.

Freitag, 9.7.2021 (Edith)
Am letzten Wandertag ist wettertechnisch Improvisation angesagt. Die Gruppe teilt sich auf. Die, die noch Lust auf 920 Höhenmeter haben, wählen den Aufstieg Richtung Weissjoch bis zum Abzweiger Panoramaweg Nr. 4 Richtung Graun. Dann hinunter der Nr. 7 folgend zur Schäferhütte nach Wies und auf dem Weg Nr. 3 zurück nach Melag.
Die 2, die sich für den gemütlichen Part entscheiden, spazieren die 3.5 km am Reschsee entlang von Graun zum Dorf Resch und zurück.

Samstag, 10.07.2021 (Dölf)
Nach dem ausgiebigen Frühstück verabschieden wir uns vom Vinschgau und machen uns auf den Heimweg, via Mals, Ofen- und Flüelapass. Im Hotel Il Fuorn in Zernez geniessen wir die letzte gemeinsame Kaffeepause bevor wir uns verabschieden.
In der Wanderwoche im Langtauferstal durften wir eine Distanz vom 68 km und 5‘700 Höhenmeter durchwandern.

Wir, die Tourenteilnehmer, danken dem Organisator Franco Poletti für die ins Detail organisierte Wanderwoche recht herzlich. Wir durften die Woche bei guter Stimmung geniessen. Wir danken auf diesem Weg auch dem unbekannten Spender für die Zwischenverpflegungen in den Berghütten und die Apéros. Ein Dankeschön geht auch an das Hotelteam und der Fam. Köllemann vom Hotel Alpenjuwel in Melag für die vorzügliche Küche und Gastfreundschaft.

BerichterstatterIn
im Bericht erwähnt