| Tourengruppe/-Typ | Hochtour, Sektion, Tourengruppen-Parent |
| Startdatum | 2025-08-15 |
| Enddatum | 2025-08-16 |
| Anmeldeschluss | 2025-08-09 |
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| Beschreibung | 15.8.2025 – 16.8.2025 [Fr-Sa] Tief hinten im Maderanertal bietet der Nordwestgrat auf den Gross Düssi eine abwechslungsreiche und eher einsame Bergtour. Der Fels ist nicht immer ganz fest, bietet aber einige schöne Kletterpassagen im 3. Grad. Vom Gipfel geniesst man eine tolle Aussicht auf den Hüfifirn, Tödi und die Schärhörner. Mit der neuen Routenführung (seit 2022) führt der Zustieg nicht mehr über den verspalteten Gletscher, sondern ausschliesslich über Fels.
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Bei grosser Hitze und mit voll bepacktem Rucksack starten wir Exoten auf dem Biobike ab der Talstation Golzern im Maderanertal. Klitschnass geschwitzt, nach ca. 500 Höhenmeter und 7km, finden wir etwas Abkühlung in den Bergbächen. Und weiter geht’s zu Fuss weitere 1100hm hoch zur Hüfihütte. Wegen aufziehenden Gewitterzellen, die sich heute schon zeigen, ist unser Plan «Gross Düssi» vom kommenden Tag noch ungewiss. Mit unseren Tisch-/ und Zimmernachbarn der Bergschule Montanara, die das gleiche Ziel verfolgen, findet beim Nachtessen ein guter Austausch statt, so dass unser Plan doch nicht ganz an Hoffnung verliert.
Nachts sind unsere Gedanken bei Simone, die in der Mitte zwischen zwei Matratzen über einer Spalte schläft. Zum Glück findet sie die richtige Position, so dass keine Spaltenrettung nötig wird. Um 04:40 ist Abmarsch, im Schein der Stirnlampe den richtigen Weg suchend, der spärlich mit «Steinwesen» gekennzeichnet ist, nach denen wir stets Ausschau halten. Marcel führt uns souverän in knapp 04:30 über den Nordwestgrat auf den Gross Düssi 3256m. Die grösste Schwierigkeit bietet das lose, bröckelige Gestein. Prompt treffen zwei Steine, ausgelöst durch die vordere Gruppe, die Hintere. Zum Glück gabs keine grössere Verletzung.
Der Abstieg führt uns über den Klein Düssi, Firn- und Geröllfelder immer steil bergab, zum Tschingelsee. Schon um 11:00 verdichten sich die Wolken über dem Düssi und prompt gibt es ein Gewitter. Davon bekommen wir nur etwas Regen ab, und der leichte Hagel schenkt uns noch ein Peeling dazu. Auch die Rutschpartien über die steilen, nassen Felsen runter zur Hinterbalmhütte meistern wir. Gestärkt mit viel Flüssigem und Kuchen nehmen wir die letzten Tiefenmeter zu unseren Bikes unter die Füsse.
Mehr als froh sind wir nach 2000m Abstieg, die restlichen 500m dem Chärstelenbach entlang mit dem Bike aus dem Tal zu rollen.
Ein grosses Dankeschön an Marcel für die gut durchdachte, schöne Tour!
Der Muskelkater lässt grüssen!