Gletscherhorn Ostgrat 2805m (H/B/ZS) Heinz Kundert

Tourengruppe/-TypHochtour, Sektion
Startdatum24.7.21
Enddatum25.7.21
Anmeldeschluss20.6.21
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/5f8974dc-a2f0-4944-8ee1-063dac120017
Beschreibung

24.7.2021-25.7.2021 [Sa-So] 1. Tag Zustieg zur Martinsmadhütte über Mittagshorn. Je nachdem, ob mit oder ohne Bahn 3 1/2 bis 4 1/2 Std.
2. Tag Genusskletterei auf’s Gletscherhorn über den Ostgrat. 3-/4er-Gelände. 4 bis 5 Std.
Abstieg zur Hütte je nach Routenwahl 2 1/2 bis 3 1/2 Std. Dann Hüttenabstieg wahrscheinlich mit Bahnbenützung ;-).

Herrliche Sommertour in wenig begangenem Gelände.

Frühe Anmeldung wegen Hüttenbelegung.

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Marianne Rada, Valerie Osann
Verhältnisse
Trocken, gute Verhältnisse

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Aufgrund der Wettervorhersagen wurde die Tour vorverlegt und wir riskierten gar, diese gleich am ersten Tag durchzuziehen. Mit der frühsten Möglichkeit bestiegen wir am Freitagmorgen die
Tschinglenbahn (inklusiv lustiger Unterhaltung mit Einspielung eines originellen Werbeblocks), die uns zur Alp Tschinglen brachte. Von da erreichten wir die Martinsmadhütte in 1 ½ Stunden. Kurz machten wir Pause, um den «Hüttenballast» abzuladen. Der Weg ging weiter auf blau-weissem Pfad zum Schwarzwändli, das gut mit Ketten ausgestattet ist. Oben angekommen setzten wir den Weg westwärts über Schutt und Moränen zum Einstieg unserer Route fort. Von jetzt an waren wir gefordert. Von 3a – 4b mit Bergschuhen musste bewältigt werden. Das Überwinden von Zacken, dann wieder abseilen oder abklettern auf dem sehr ausgesetzten Grat. 5 Stunden volle Konzentration war nötig! Der Schlussaufstieg mit einer unbequemen Querung durch eine Rinne hatte es nochmals in sich. Heinz frohlockte, als wir schliesslich im Nachstieg um die Ecke kamen. Sehr erleichtert und überglücklich standen wir schlussendlich auf dem Gletscherhorn. Das Fotografieren und das Einschreiben ins Routenbuch vergassen wir vor lauter Anstrengung. Heinz erzählte uns noch eine kleine Anekdote von Hermann Gassner auf dieser Route. Er soll an der kniffligen Stelle die an der Wand befestigte Gamelle mit Routenbuch für den Aufstieg zu Hilfe genommen haben. Aber oha lätz; diese hielt nicht wie erhofft und verabschiedete sich auf Nimmerwiedersehn… Schön, so lebt Hermann in unserem Verein weiter.
Für den Rückweg überquerten wir den Vorabfirn, dann weiter den blau-weissen Markierungen folgend oder über Restschneefelder abwärts bis zur Hütte. Nach 11 Stunden unterwegs wurden wir vom Hüttenwart freundlich empfangen und das Hüttenteam liess generell keine Wünsche offen. Herrlich, so entspannt den Hüttenabend zu geniessen. Der Wein fand höchste Wertschätzung.
Für den nächsten Tag waren bereits Gewitter angesagt. So entschieden wir uns über das Mittaghorn ins Tal nach Elm abzusteigen. Um 7.45 starteten wir, und in einer guten Stunde standen wir auf dem Mittaghorn. Wir genossen nochmals den Blick zur gestrigen Tour, zum Martinsloch und ins Tal, das 1378m unter uns lag. Wieder auf blau-weissem Weg, diesmal aber ohne Ketten, gings auf dem recht ausgesetzten Pfad talwärts. In der Tschinglenalp gönnten wir uns im Restaurant eine Trinkpause, bevor wir den Schlussabstieg durch die imposante Tschinglenschlucht in Angriff nahmen.
Vielen Dank Heinz für die schöne und anspruchsvolle Tour. Danke für das gegenseitige Unterstützen, das für eine solche Tour unabdingbar ist. Wir werden uns noch lange mit Stolz und Freude daran erinnern.

BerichterstatterIn
Valerie Osann