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Chöpfenberg 4c, statt Fiescherhörner Daniel Tanner

Tourengruppe/-Typ JO (14-22J), Sektion, Skitour, Tourengruppen-Parent, Tourenleitende
Startdatum 2026-05-08
Enddatum 2026-05-10
Anmeldeschluss 2026-03-31
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Beschreibung

8.5.2026 – 10.5.2026 [Fr-So] Diese hochalpine Tour verlangt einige Kondition, sicheres Skifahren und Klettern im 3. Grad.
Wir fahren freitags mit den ÖV zum Jungfraujoch und von da zur Mönchsjochhütte.
Samstags fahren wir von der Mönchsjochhütte über Ewegischneefeld ab und steigen dann auf zum Fischersattel 3923m und weiter aufs Gr. Fiescherhorn. Von da aus gehts runter zur Finsteraarhornhütte (7 Std.). Optional integrieren wir das Hintere Fiescherhorn 4025m auch in den Plan.
Sonntags fahren wir von der Finsteraarhornhütte den Fieschrgletscher runter und steigen zur Bächilicke auf, um nach Reckingen abzufahren (6 Std.) Retour nach Wädenswil. 3 x Lunch aus dem Rucksack plus Thermosflasche.

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Denise Angst, Simona Kaspar
Verhältnisse
Ganz oben Neuschnee, bei uns Sonne

Anstelle der geplanten Skihochtour auf die Fischerhörner musste kurzfristig ein Alternativprogramm her. Neuschnee und unsichere Verhältnisse machten eine Durchführung schlicht zu heikel. Auch wenn sich das Wetter zwischenzeitlich etwas gnädiger zeigte: Die Absage war rückblickend die richtige Entscheidung.
Statt ganz auf ein gemeinsames Erlebnis zu verzichten, nutzten wir das bessere Wetterfenster am Samstag. Zu dritt – Simona, Denise und ich – machten wir uns auf den Weg zur Mehrseillängenroute Chöpfenberg S-Grat (4c, 11 SL).
Nach gut einer Stunde Zustieg erreichten wir den Einstieg – der Fels noch kühl, die Finger etwas klamm. Eine Seilschaft zog an uns vorbei, zwei weitere folgten uns mit bequemem Abstand. Die Route bietet einige knackige Stellen: gleich zu Beginn ein Riss, später die Schlüsselstelle in der 4. Seillänge, welche ich zwar frei kletterte, aber den „Lungo“ einhängte und weiter oben nochmals eine fordernde Passage. Und das gute zum Schluss: Der Riss im Aussttieg war vom besten.
Für Simona war es die erste Mehrseillängenroute – entsprechend gross das Abenteuer. Mit viel Motivation und nicht zuletzt mit der Unterstützung von Denise im Nachstieg meisterten beide die Route souverän. Dank der frischen und fröhlichen Stimmung erkletterten wir auch die schwierigeren Stellen.
So wurde aus der abgesagten Skihochtour ein intensiver und lehrreicher Klettertag in kleiner Runde. Fazit: Etwas Flexibilität lohnt sich immer und führt oft zu unerwartet schönen Alternativen.

Berichterstatter:in
Daniel Tanner