| Tourengruppe/-Typ | Alpinwandern (T4-T6), Sektion, Senioren, Tourengruppen-Parent, Wandern (T1-T3) |
| Startdatum | 2026-08-15 |
| Enddatum | 2026-08-15 |
| Anmeldeschluss | 2026-08-10 |
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| Beschreibung | 15.8.2026 [Sa] Fahrt mit dem eBike vom Bahnhof Chur via Felsberg zum Felsberger Älpli (2021m). Fussaufstieg auf den Felsberger-Calanda in zwei Varianten nach Wahl: 1. Normalaufstieg, T4- mit TL Katrin Sträuli, 2. Südgrätli, T5 mit TL Caspar Sträuli. Auf dem Gipfel treffen wir uns und steigen dann gemeinsam ab auf dem Normalweg zu den eBikes. Anschliessend 1500Hm Abfahrt nach Felsberg/ Chur. |
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Um 8h starten wir mit unseren eBikes beim Bahnhof Chur. Nach zehnminütiger Fahrt durch Chur und über den Rhein münden wir in Felsberg in das schmale, sehr steile Bergsträsschen in Richtung Felsberger Älpli. 1450 Höhenmetern Aufstieg erwarten uns. Rasch gewinnen wir an Höhe. Die Aussicht auf die Stadt Chur ist atemberaubend.
Zwei Stunden später erreichen wir das Älpli, unsere heutige "Wechselzone". Es ist ruhig. Die Alp wirkt verlassen. Keine Kühe mehr weit und breit. Das Grad ist kurz, gelb und dürr! Von hier steigen wir in den Approachschuhen, gemeinsam zu Fuss weiter auf. Nach einer halben Stunde trennen sich unsere Wege. Wanderleiterin Katrin und Carla nehmen den Normalweg (T4), Ueli, Philipp und Caspar streben dem Einstieg zum Calanda Südost-Grätli (T5+)zu.
Der Normalaufstieg führt zunächst weglos durch ein breites Tal, gefolgt von einer immer steiler werdenden, felsdurchsetzten Wiese. Nach einer Stunde erreichen die Zwei einen Grat. Hier eröffnet sich ein imposanter Tiefblick in das Taminatal und auf den Pizol. Der Weg führt zunächst dem Grat entlang weiter und quert dann durch eine Geröllhalde zur Schlüsselstelle der Tour, einem leicht brüchiger Kamin. Ketten erleichtern den Aufstieg, der Ausstieg hingegen ist knifflig. Hier sollten unsere zwei Wege zusammenkommen. Weil die zweite Gruppe mehr Zeit benötigt steigen Carla und Katrin schon mal zum Gipfel hoch, von wo sie das weitere Geschehen, wie zwei Adler wunderbar überblicken können.
Ueli, Philipp und Caspar schrauben sich nach der Trennung eine sehr steile, weglose Grasflanke hoch und stehen dann am Einstieg zum "Geissrugga". Ein schmales, exponiertes und brüchiges Grätli!? Es ist zunächst flach und wird dann immer steiler. Am kurzen Seil kraxeln die Drei, immer auf der Gratkante bleibend nach oben. Jeder Griff wird sorgfältig geprüft, jeder Tritt getestet. Es braucht Mut. Und es ist erstaunlich, dass dieser Grümpel hält. Zweimal verlängern wir das Seil, bauen einen improvisierten Stand, hoffen dass er hält und sichern einander; wohlwissend, dass der psychologische Effekt des Seils sehr wahrscheinlich grösser ist als der physische Halt bei einem Sturz. Alle meistern das Grätli mit Bravour. Es endet abrupt auf dem flachen, grünen Calandaboden. Eine geologisch hochspannende Formation in Mitten der eher brüchigen Gipfel des Calandamassivs. Über den Wiesenboden und die anschliessende Geröllhalde steigen wir die letzten Meter auf zum Felsberger Calanda, wohlwollend vom Gipfel aus beobachtet von Carla und Katrin. Nach einem genüsslichen "Bütsch al Piz" betrachten wir die tolle Rundumsicht und benennen zum x-ten Mal die vielen Gipfel Graubündens. Hobby Ornithologe Philipp liegt derweil auf dem Rücken und verfolgt mit seinem Fernglas ein Adlerpaar, das über dem Gipfel in der Thermik herumsegelt.
Der Abstieg ist ein Kinderspiel, die anschliessende Abfahrt auf dem rolligen Kiessträsschen meistern wir ohne Sturz in einer "kurzen" Stunde. In Felsberg werden wir von einem heissen Saharawind empfangen. Im Café Merz, im Churer Rossboden, stossen wir auf die Besteigung dieses einsameren Gipfels im Calandamassiv an.