Calanda 2’804 m (AW/A/T4) Lukas Röthlisberger

TourengruppeAlpinwandern (T4-T6), Sektion
Startdatum7.8.20
Enddatum9.8.20
Anmeldeschluss15.7.20
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/5d9a0fa0-695c-497e-bae5-01f2ac120018
Beschreibung

7.8.2020-9.8.2020 [Fr-So] Freitag Abend: Anreise nach Vättis und übernachtung im Hotel. Samstag: Steiler und langer Aufstieg (1850 Höhenmeter Aufstieg)zum Calanda Gipfel und 700 Hm Abstieg zur Calanda Hütte. Sonntag: Abstieg nach Haldenstein und Heimreise

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Doris Schwarzenbach, Edith Röthlisberger
Verhältnisse
Perfekt. Zwei traumhafte, sehr heisse Sommertage

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Lukas kombiniert an diesem Wochenende Genuss mit einer strenger Tour – eventuell meldeten sich daher bloss zwei Teilnehmerinnen für dieses Wochenende an…?
Am Freitag reisen wir am späten Nachmittag bereits nach Vättis, um so den Samstag etwas zu entschärfen. Im sehr gemütlichen und gastfreundlichen Hotel Tamina lassen wir den Tag genüsslich ausklingen. Die einzigen Störefriede sind an diesem Abend die lästigen Wespen draussen auf der Terrasse!
Am Samstag will uns die Gastwirtin nur sehr ungern früher als um 7.00 Uhr bereits das Frühstück servieren. Aber in Anbetracht der sicheren Wetterlage und der Tatsache, dass unser Aufstieg bis weit hinauf auf der schattigen Nordseite sein wird, lassen wir uns halt auf den Deal ein.
Mit feinem Zmorgen im Bauch starten wir am Samstag also um 7:40 Uhr Richtung Calanda. 1900 steile Höhenmeter Aufstieg erwarten uns auf blau-weiss markiertem Wanderweg (T4)! Am happigsten sind gleich die ersten gut 600 hm auf dem teilweise feuchten und rutschigen Pfad durch den Wald hoch bis zur Jägerhütte. Da gibt es in der Tat einige Stellen, bei welchen ein Ausrutscher fatal enden würde.
Bald gelangen wir in einen weiten Talkessel, vor uns eine imposante Bergwelt und hinter uns nicht minder spektakulär. Die Wanderer, welche heute neben uns noch diese Route gewählt haben, lassen sich an einer Hand abzählen. Der Weg ist fast ausnahmslos steil aber in sehr gutem Zustand. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich, mal lieblich mit wunderschöner Blumenpracht, dann wieder felsig schroff mit kleinen Kraxelpassagen. Wir kommen sehr gut voran; allen läuft es gut und niemand ist am Anschlag. Sogar eine kleine Gruppe Steinböcke begegnet uns.
Eine knappe halbe Stunde vor dem Gipfel stösst der rot-weiss markierte Wanderweg von der Calanda-Hütte her auf den unseren. Aha: jetzt sind wir wieder unter den Leuten! Problemlos gehts auf dem guten Weg dem Grat entlang nun noch die letzten paar Meter Richtung Gipfel, welchen wir nach 5 1/4 Std. Aufstieg erreichen. Die Gipfelrast geniessen wir ausgiebig, liegt doch nur noch der verhältnismässig kurze Abstieg von gut 700 hm bis zur Calanda-Hütte vor uns.
In der Hütte angekommen lassen wir es uns natürlich wieder gut gehen (es ist ja schliesslich eine Lukas-Genuss-Tour…!). Auf der Terrasse tun es uns viele andere Wandervögel gleich. Es herrscht fröhliches Treiben. Plötzlich wird es ruhig: wir sind keine 20 Nasen, welche die Nacht in der Hütte verbringen werden, alle anderen sind wieder ins Tal gereist. – Herrlich, diese Ruhe da oben! Nach dem liebevoll gekochenten feinen Thai-Curry geniessen wir noch das letzte Abendlicht auf der Terrasse, bevor wir uns schlafen legen.
Am Sonntag steht nur noch ein kurzer, einstüngiger Abstieg zur Vazer Alp an (300 hm) – sofern denn die Buchung beim offenbar orts-un-kundigen Taxi-Fahrer geklappt hat. Den langweiligen Abstieg bis nach Haldenstein oder nach Untervaz, bzw. den endlosen Gwaggel bis nach St. Margrethenberg wollen wir uns nämlich möglichst nicht antun. Tatsächlich schafft es der Taxi-Fahrer bis zur Alp und bringt uns, sehr gesprächig während der Fahrt, sicher zum Bahnhof Landquart.
Fazit: eine unvergessliche super Tour in schönster Landschaft, gar nicht weit weg von zu Hause! Herzlichen Dank Lukas, für die perfekte Organisation und Durchführung.

Noch ein wichtiger Tipp an diejenigen, welche diese Route auch einmal machen möchten:
auf keinen Fall vom Calanda nach Vättis absteigen! Im Abstieg macht diese Variante keinen Spass und ist wirklich wegen der Absturzgefahr im untersten Teil nicht zu empfehlen!

BerichterstatterIn
Edith Röthlisberger