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Auf dem Walserweg im Safiental – von Versam nach Splügen TW BGF (W/B/T2 – T3) Franco Rogantini

Tourengruppe/-Typ Senioren, Tourengruppen-Parent, Wandern (T1-T3)
Startdatum 2026-09-22
Enddatum 2026-09-25
Anmeldeschluss 2026-07-31
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Beschreibung

22.9.2026 – 25.9.2026 [Di-Fr] Max. Teilnehmerzahl 14!

Etappe 1
Brün nach Tenna über das Tennaer Kreuz: Distanz 7.9 km; Aufstieg 753 m; Abstieg 389 m; Dauer 3h 10 min.
Übernachtung im Hotel Alpenblick; CHF 120.- p.P. Halpbension (Zuschlag Einzelzimmer CHF 10.-)

Etappe 2
Tenna nach Safien Platz: Distanz 10.9 km; Aufstieg 330 m; Abstieg 686 m; Dauer 3h 15min.
Übernachtung im Hotel Rathaus Safien Platz; 2 Nächte; CHF 120 p.P. Halbpension (Zuschlag Einzelzimmer CHF 30.-)

Etappe 3
Safien Platz nach Talkirch via Camana Boda und Camanaer Hütta: Distanz 11.3 km; Aufstieg 760 m; Abstieg 362 m; Dauer 3h 45min.
Ruckfahrt mit dem Bus nach Safienplatz

Etappe 4
Talkirch nach Splügen via Splügenberg: Distanz 12.7 km; Aufstieg 781m; Abstieg 1’029m; Dauer 4h 30min.

Vom Bahnhof Versam/Valendas nach Tenna und von Tenna nach Safienplatz wird ein Gepäcktransport organisiert.
Infos über alle notwendigen Details folgen per. e-mail an alle Teilnehmenden

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Agnes und Andreas Isenschmid, Liselotte Pouly, Agnes Di Blasi, Marc Hablützel, Peter Hausmann
Verhältnisse
Wunderbares Spätsommer-Wetter

Tag 1: Versam/Brün - Tenna

Bereits zur Besammlung am Bahnhof Wädenswil ist die Sicht vom Säntis über den Speer bis weit in die Glarneralpen und das Ybrig glasklar und prächtig. Auch für unsere vier bevorstehenden Wandertage im Safiental ist schönstes Wetter prognostiziert. Ab Ziegelbrücke ist die Wandergruppe komplett. Alle freuen sich, mit Franco, dem Safiental kundigen Tourenleiter, auf dem Walserweg die Landschaft im Naturpark Beverin zu erkunden.
In Versam erwartet uns Herr Hunger - ein typischer Safientaler Familienname - mit dem kleinen Schulbus, der im Moment Pause hat, weil die Kleinen in der Spielgruppe sind. Mit dieser Privatfahrt nach Brün, sparen wir die ersten 650 Höhenmeter. Nach Kafi und feinen Nussgipfel im originellen Bergbeizli ‘Düra Ast' erwarten uns weitere 753 Höhenmeter. Bei der Ankunft auf der Brüner Alp, ist die Hälfte des Tagesaufstiegs schon geschafft. Nach kurzer Pause geht es weiter zum Tenner Chrüz auf 2'014m ü.M., mit fantastischem Bergpanorama und Weitsicht bis zur Bernina-Gruppe. Auf dem Abstieg nach Tenna wird es bunt. Die Landschaft ist voll von herbstroten Heidelbeerstauden, Erika, Alpenrosen und Wachholder. Weit unten leuchtet die kleine, weisse Kirche von Tenna. Am Ziel angekommen, belohnen wir uns auf der Sonnenterrasse der ‘Alten Sennerei’ mit Kafi und Kuchen, danach besuchen wir die evangelische Kirche aus dem Jahr 1408. Die eindrücklichen Fresken, welche im Zuge verschiedener Renovationen übermalt und Anfang des 20. Jhd wieder freigelegt wurden, sind von nationaler Bedeutung. Das Berghotel Alpenblick, wo wir logieren, hat alles was wir brauchen, eine sympathische Atmosphäre und einen ausgezeichneten Koch.

Tag 2: Tenna - Safien Platz

Nach der ersten Nacht im Safiental und einem feinen Frühstück mit schöner Aussicht auf die Berge nehmen wir die zweite Etappe nach Safien-Platz unter die Füsse. Kurz nach Abmarsch machen wir einen kurzen Umweg, um beim Ferienhaus von SAC-Kollege und Wädenswiler Stadtrat, Daniel Tanner, eine Grusskarte einzuwerfen. Der sympathische Mieter der Ferienwohnung wollte uns zu einer Flasche Wein einladen. Dafür war es uns aber doch etwas zu früh, haben wir noch 10 km und einen Abstieg von knapp 700 Höhenmetern zu bewältigen. Bei der Sitzbank am Fusse der Kirche von Neukirch legen wir eine kurze Pause ein und besichtigen den denkmalgeschützten Sakralbau. Kaum wieder unterwegs, müssen wir einen geeigneten Übergang über einen Bergbach finden, da die vor kurzem noch vorhanden gewesene Brücke weggeschwemmt war - in unserem Fall ein gutes Omen, denn so bemerkt unser Tourenleiter, dass er sein Handy auf der Bank hat liegen lassen. Der Rabiusa entlang, erreichen wir kurz nach 14 Uhr das Dorf Safien-Platz, wo wir die Zimmer für zwei Nächte im Hotel Rathaus beziehen. Schon vor dem Apéro klopfen Agnes Di Blasi, Peter, Hami und Franco den ersten Jass. Nach dem Nachtessen gibt es Revanche, während die übrigen sich für die Nachtruhe zurück ziehen.

Tag 3: Safien Platz - Thalkirch Turrahus

Ziel des dritten Tages ist Safien Thalkirch, beinahe zuhinderst im Tal.
Nach einem herrlichen Frühstück geht es vom Hotel aus steil bergauf, rund 500 Höhenmeter, bis nach Camanaboda 1’763 m.ü.M. Hier machen wir halt bei Francos Neffen, Alexander, der mit seiner Frau Linda und den beiden kleinen Kindern, Jaron und Moritz, einen Bergbauernhof, mit 16 Kühen, 15 Kälbern, 40 Schafen sowie einigen Schweinen und ein Geissen, führt - bewundernswert! Wir werden mit Kaffee herzlich willkommen geheissen. Just an diesem prächtigen Ort bekommt Peter die erfreuliche Nachricht, dass Elsbeth's Herzoperation im Berner Inselspital gut veraufen ist - ein echt bewegender Moment! Nochmals steigen wir etwa 200 Höhenmeter, vorbei an den Camaner Hütten und danach wieder bergab Richtung Thalkirch. Nach kurzer Kirchenbesichtigung beim Dorfeingang wandern wir noch bis zum Turrahus, wo wir nach Kaffe und Kuchen mit dem Postauto zurück nach Safien Platz fahren.


Tag 4: Thalkirch Turrahus - Splügen

Planmässig verabschiedet sich Liselotte nach dem Frühstück von der Tourengruppe, die um 9 Uhr das Postauto nach Thalkirch Turrahus (1’695 m.ü.M.) besteigt. Nachdem unser Tourenleiter sein Schuhproblem vom Vortag einigermassen behoben hat, wandern wir um 09:35 Uhr, bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt, zügig los. Da sich die Sonne bis kurz vor 11:30 Uhr hinter den hohen Bergen versteckt, verzichten wir auf längere Pausen. Nach 2 Stunden und 50 Minuten reiner Wanderzeit erreichen wir den höchsten Punkt des Tages auf dem Safierberg, 2'488 m.ü.M. Nach kurzer Mittagsrast - etwas windig zwar, aber bei herrlichem Sonnenschein - geht es 1’054 Höhenmeter bergab Richtung Splügen. Unterwegs versperrt uns eine Kuhherde den Weg. Unser Tourenleiter zeigt den störrischen Rindern mit Bravour wer hier der Meister ist. Kurz vor 16 Uhr erreichen wir nach erfolgreich absolvierter Königsetappe das Endziel unserer viertägigen Tour. Im Bodenhaus löschen wir den Durst bevor wir den Bus nach Chur besteigen. Ein Verkehrsstau zwischen Rothenbrunnen und Domat-Ems hätte beinahe unsere Heimfahrt in die Länge gezogen. Peter ist es zu verdanken, der sich am Churer Bahnhof mit viel Verve aus dem Bus türzt, um buchstäblich in letzter Sekunde den Türknopf des Interregio 35 nach Wädenswil zu betätigen.

Das wunderbare Spätsommerwetter hat uns vier herrliche Wandertage in einer noch recht unbekannten Ecke des Kantons Graubünden beschert. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein grosses Dankeschön für die erlebnisreiche Zeit, die wir gemeinsam in der eindrücklichen Bergwelt des Naturparks Beverin verbringen konnten.

Berichterstatter:in
Liselotte Pouly, Agnes Di Blasi, Marc Hablützel, Peter Hausmann