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Tödi von Süden

Startdatum 2026-03-13
Enddatum 2026-03-13

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Jan Angst
Verhältnisse
Top

Eigentlich war der Tödi als zweitägige Sektionstour von Norden geplant. Ausser Jan meldete sich aber niemand an. So konnten wir frei entscheiden. Da nur der Freitag gutes Wetter versprach und ich diese Seite des Berges nicht kannte, war dies ein attraktives Ziel.
Das eindrücklichste Erlebnis hatten wir aber schon auf der Anreise: auf der Hauptstrasse vor Abzweiger ins Val Russein, rannte plötzlich ein Tier vor uns im Scheinwerferlicht. Als wir näher kamen trauten wir unseren Augen nicht, ein Wolf.
Kurz danach kam uns noch ein zweiter Wolf entgegen. Beide waren jung und schienen genauso verwirrt wie wir.
Wir beide haben das erste Mal Wölfe so in freier Wildbahn gesehen.Später beim Aufstieg im dunklen, menschenleeren Val Russein war mir dann auch etwas anders.
Der Rest der Tour ist schnell berichtet.
Ein Stück konnte wir noch mit dem Auto ins Tal fahren, dann versperren uns die ersten Lawinenzüge die Alpstrasse.
Mit den Ski ging’s weiter bis kurz unter P2994, hier zu Fuss in den Sattel.
Aus der anderen Seite mit den Ski bis zur Porta da Glims.
Diese hatte wenig Schnee und wir mussten etwa 100hm mit den Ski am Rücken hochklettern. Immer an den Ketten aber kaum Fusstritte.
Oben waren wir beide so fertig, dass wir nach 2000hm aufgegeben haben. Zu wenige Skitouren diesen Winter zu schlecht akklimatisiert!
Dafür etwas mehr Kraft für die tollen Südhänge ins Val Russein.
Nach 9h waren wir wieder am Auto.
Mein Fazit zu dieser Tour:
Skifahrerisch schöner als von Norden, aber länger und noch mehr Höhenmeter.
Jans Fazit:
Jetzt sind wir zwei Stunden Auto gefahren, von Dir aus ins Tierfehd wären es zwanzig Minuten gewesen…
Jan, vielen Dank das Du trotzdem mitgekommen bist!

Berichterstatter:in
Gunther Karpf