| Tourengruppe/-Typ | Ausbildung, Klettertour, Sektion, Tourengruppen-Parent |
| Startdatum | 2026-03-18 |
| Enddatum | 2026-03-18 |
| Anmeldeschluss | 2026-03-17 |
| Anmelden | Jetzt anmelden |
| Beschreibung | 18.3.2026 [Mi] Im Kurs lernst du einfache Übungen für besseres Stehen, neue Bewegungen, Ergonomie, Vertrauen. Damit verbessest Du Deine Klettertechnik. Für alle Niveaus geeignet – jede:r arbeitet in seinem Schwierigkeitsbereich. Mit Videoanlaysen kannst du deine Fortschritte direkt vergleichen und dein vorhandenes Potenzial ausschöpfen. Aufbauender dreiteiliger Kurs, bitte für alle Teile anmelden. 19-21 Uhr im rüümli |
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1. Kursabend 4. März 2026
Ein schönes Grüppchen ist an diesem Mittwochabend zusammengekommen, hier in der familiären Boulderhalle rüümli94. Die einen sind hier, um neben dem Klettern das Bouldern kennenzulernen, die anderen, um die Technik zu lernen oder ihre vorhandene zu verbessern. Also alle im richtigen Kurs. Franz Lischer, unser Klettertechnik-Crack, lässt uns aufwärmen mit Hampelmann und herabschauendem Hund. „Der wichtigste Muskel ist das Hirn“, sagt Franz. Ich wusste es schon und der eine oder die andere wahrscheinlich auch, aber man kann es nicht genug wiederholen. Also keine reine Muskelkraft, sondern Beinarbeit ist gefragt. Ich werde mir ein PostIt auf die Stirn kleben.
Wir teilen uns in kleine Gruppen auf und bouldern zuerst in einfacheren Routen. Franz pendelt von einer Gruppe zur anderen, gibt Tipps und Hinweise, analysiert und motiviert.
Fazit des ersten Abends: In der Gruppe macht es definitiv noch mehr Spass. Wir lernen voneinander, vor allem, indem wir den anderen beim Bouldern zuschauen. Sich austauschen und einander pushen. Aber auch zusammen eine Route studieren und die verschiedenen Varianten diskutieren ist spannend. Der Weg ist das Ziel. Immer.
2. Kursabend, 11. März 2026
Ich bin müde, der Tag war streng. Eine Tasse Tee auf dem Sofa wäre heute mein Feierabend-Wunschtraum gewesen. Aber wir kommen rasch auf Touren: Aufwärmen und wieder die Frauenpower-Gruppe vom Feinsten wie beim letzten Mal. Franz nennt sie etwas neidisch, wie mir scheint, die Plaudergruppe. Wer bouldern und gleichzeitig plaudern kann, ist topp. Auch die Routen sind topp, wenn auch diesmal das Niveau höher angesetzt wird. Sogar die einen Männer geben zu, dass sie noch zwei Tage nach dem letzten Kursabend sich präsent per Muskelkater an die Routen erinnert haben. Franz verspricht mit feierlicher Miene, dass wir heute alle eine 7a-Route schaffen werden. Sollen wir es glauben, wo doch bei den einen dieser Level eher eine unrealistische Vision bleiben wird? Wir probieren nacheinander die von Franz angepeilte Route in der überhängenden Wand. Eine 4c-Route, wie sich von weitem erkennen lässt. Sich auf die Füsse konzentrieren, die Kraft einteilen, den Körper eindrehen und erst später schauen, wo die Hände hinsollen. Die Müdigkeit ist wie weggeblasen. Wir schaffen die Route allesamt. Franz ist beeindruckt ob so viel Frauenpower und zeigt auf den Routennamen: „Route 7a“. Wouw, wir haben es geschafft, der Abend ist gerettet!
Mit so viel Motivation versehen, suchen wir uns eine Route für ein Boulder-Projekt, an dem wir „arbeiten“ sollen, bis wir sie irgendwann hoffentlich schaffen werden. Das kann dauern. Aber wir kommen wieder, keine Frage. Schon in einer Woche!
3. Kursabend, 18. März 2026
Franz, unser Mister Clean Climbing, empfängt uns mit den Worten: „Heute ist unser dritter, letzter und schwierigster Kursabend.“ Der Massstab ist gesetzt. Dabei erinnere ich mich noch gut an den letzten Muskelkater, der nachhaltiger war, als mir lieb gewesen wäre. Einklettern und aufwärmen – das liegt schon hinter uns, als Franz uns die spielerischen, aber taktisch perfekten Boulderaufgaben stellt: Eine Route mit beiden Händen, aber nur mit einem Fuss klettern, danach dieselbe Route mit beiden Füssen, aber nur mit einer Hand. Eine Herausforderung! Wir lernen dabei, bewusster mit den Füssen zu arbeiten und die Körperspannung zu trainieren. Dabei erinnern wir uns an die ersten lehrreichen Worte des Mister Clean Climbing: „Der wichtigste Muskel ist das Ding zwischen den Ohren“. Später filmt Franz die Boulder:innen und analysiert mit ihnen den Durchstieg. Den Schwerpunkt des Körpers dicht an der Wand halten, damit die Arme entlastet werden können. Eindrehen, damit die Hand leichter an den Griff oben kommt. Die Füsse sauber setzen und erst dann die Hand an den nächsten Griff. Und – ganz wichtig – Franz verrät uns, wie wir in einer Route die Hände entlasten können. Wie? Kommt in den nächsten Klettertechnik-Kurs! Gleich, in welchem Level ihr seid: Ihr lernt dazu, und zwar eine ganze Menge. Lieber Franz, vielen Dank für die lehrreichen Abende, für deine empathische, ruhige, motivierte und tolle Art, uns im Bouldern weiterzubringen!