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Galenstock Südostgrat (H/B/S) Gunther Karpf

Tourengruppe/-Typ Hochtour, JO (14-22J), Sektion, Tourengruppen-Parent
Startdatum 2024-08-30
Enddatum 2024-08-30
Anmeldeschluss 2024-06-01
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Beschreibung

30.8.2024 [Fr] Sehr schöne, kombinierte Hochtour vom Furkapass aus. Gut als Tagestour möglich (1200hm). Zustieg zur Sidelenhütte, dann über den Gletscher ins Couloir zwischen Gross Bielenhorn und Galenstock, von dort über den Klettersteig in die Lücke. Der Südgrat ist gut abgesichert mit Bohrhaken, die Schlüsselseillänge (5+) lässt sich einfach A0 klettern. Alles mit Bergschuhen möglich.

https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/galenstock-727/hochtouren/von-der-oberen-bielenluecke-ueber-den-suedostgrat-1092/

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Malin Hohl, Muriel Schön, Yanik Alig, Robin Burri, Melissa Peine, Gunther Karpf
Verhältnisse
Sonnig, warm,

Als wir vom Furkapass Richtung Sidelenhütte laufen, bekommen wir die erste Entschädigung für das frühe Aufstehen, die Sonne steigt im Osten auf und färbt den Himmel rot.
Wir waren 4.00 Uhr in Wädenswil gestartet um den Galenstock via SSE Grat zu besteigen.
Kurz nach der Hütte können wir noch den Pfad folgen, dann queren wir über steile Altschneefelder Richtung Klettersteig zur oberen Bielenlücke.
Dieses Queren ist relativ anspruchsvoll die Flanke hat etwa 35° Neigung, da aber alle gut „auf den Eisen stehen“, kommen wir flott voran.
Dann der kurze Klettersteig zur oberen Bielenlücke und wir machen eine erste Rast.
In drei Seilschaften geht es weiter, eine Zweierseilschaft welche anfangs weit vor uns war haben wir inzwischen eingeholt.
Robin und Malin können noch überholen, wir anderen wollen keinen Stress machen und da wir eh Zeit haben, klettern wir gemütlich, geschwätzig mit den Anderen.
Die Kletterei ist sehr angenehm, fester Fels, nie zu schwer. Auch mit den Bergschuhen ist die Kletterei gut machbar. Die einzige Schlüsselstelle mit 5b, liesse sich auch A0 klettern.
Nach etwa 6 SL kommt noch etwas einfacher Blockgrat und dann der letzte Teil über eine Eiskuppe entlang der grossen Wächte, geht`s mit den Steigeisen zum Gipfel.
Bis zum Gipfel haben wir etwa 5 Stunden gebraucht, wir haben reichlich Zeit, so lümmeln wir ungefähr eine Stunde in der Sonne. Uns allen steckt das frühe Aufstehen noch in den Knochen und hier oben ist es schön warm und gemütlich.
Irgendwann raffen wir uns dann auf und steigen Richtung Abseilpiste ab. Diese ist perfekt eingerichtet und da alle regelmässig klettern gehen, stellt das Abseilen kein Problem dar.
Wir fixieren die Seile am Stand, so können jeweils zwei gleichzeitig abseilen. Da wir drei Seile haben, können wir schon die nächsten Stände einrichten.
Da dies alles so gut läuft, haben wir die Zweierseilschaft, welche mehr als eine Stunde vor uns abgestiegen ist, wieder eingeholt.
Bis zum Wanderweg unterhalb des Hanibals können wir noch viel im Altschnee abrutschen, der unangenehme Moränenteil hält sich in Grenzen.
Um 16.00 Uhr sitzen wir dann im Tiefenbach bei Pommes, Glace und Getränk.
Mich hat auf dieser Tour vor allem gefreut, wie routiniert alle unterwegs waren. Jeder der Teilnehmer hätte die Tour selbst leiten können.
Seilverkürzung, synchron klettern, gehen am kurzen Seil, Abseilen von Gruppen, Laufen mit Steigeisen, Abrutschen im Schnee, sicher gehen im Moränenschutt usw. alles „Skills“ die Malin, Muriel, Yanik und Robin hier souverän gezeigt haben.
Vielen Dank für diese schöne Tour!

Berichterstatter:in
Gunther Karpf